MORNING BRIEFING - USA/Asien

11.03.2026 / 07:45 Uhr

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ TAGESTHEMA I +++++

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat nach Angaben informierter Offizieller die größte Freigabe von Ölreserven in ihrer Geschichte vorgeschlagen, um die Rohölpreise zu senken. Die Freigabe würde die 182 Millionen Barrel Öl übersteigen, die die IEA-Mitgliedsländer im Jahr 2022 in zwei Tranchen auf den Markt brachten, als Russland seine umfassende Invasion in der Ukraine startete, so die Offiziellen. Der Vorschlag wurde am Dienstag auf einer Dringlichkeitssitzung von Energie-Vertreter aus den 32 Mitgliedsländern der IEA in Umlauf gebracht. Es wird erwartet, dass die Länder am Mittwoch über den Vorschlag entscheiden. Der IEA-Vorschlag soll der massiven Störung entgegenwirken, die durch die fast vollständige Schließung der Straße von Hormus verursacht wurde, der schmalen Wasserstraße, die den Persischen Golf mit den Weltmärkten verbindet. Etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung wird täglich durch die Meerenge transportiert, und die drohenden Angriffe des Irans auf Tanker haben die Verschiffungen fast zum Stillstand gebracht.

+++++ TAGESTHEMA II +++++

Oracle hat einen höheren Quartalsumsatz verbucht und seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 angehoben, da die Nachfrage nach künstlicher Intelligenz (KI) das Angebot weiterhin übersteigt. Der Cloud-Computing-Konzern wies für das dritte Geschäftsquartal einen Gewinn von 3,72 Milliarden US-Dollar oder 1,27 US-Dollar je Aktie aus. Im Vorjahreszeitraum waren es 2,94 Milliarden Dollar bzw. 1,02 Dollar je Aktie gewesen. Bereinigt um bestimmte Sondereffekte lag der Gewinn je Aktie bei 1,79 Dollar und damit über den von Analysten laut Factset erwarteten 1,70 Dollar. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 17,19 Milliarden Dollar. Analysten hatten einen Umsatz von 16,92 Milliarden Dollar prognostiziert.

Oracle teilte mit, dass es seine Produktentwicklungsteams verkleinert habe, weil KI-Modelle effizienter geworden seien. Dies ermögliche es dem Unternehmen, mit weniger Personal mehr Software zu entwickeln. Die Nachfrage nach Cloud-Computing für KI-Training und -Inferenz wachse weiterhin schneller als das Angebot. Einige der größten Abnehmer von KI-Cloud-Kapazitäten hätten zudem kürzlich ihre Finanzlage gestärkt, teilte das Unternehmen mit.

Aufgrund dieser Dynamik rechnet Oracle damit, die prognostizierte Umsatzwachstumsrate für das Geschäftsjahr 2027 und darüber hinaus zu erreichen und möglicherweise sogar zu übertreffen. Oracle hob seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 auf 90 Milliarden Dollar an. Das Unternehmen bestätigte die Prognose für 2026. Für das laufende vierte Quartal erwartet das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 18 bis 20 Prozent und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,92 bis 1,96 Dollar.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US 
    13:30 Verbraucherpreise Februar 
          PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+2,4% gg Vj 
          zuvor:    +0,2% gg Vm/+2,4% gg Vj 
          Verbraucherpreise Kernrate 
          PROGNOSE: +0,2% gg Vm/+2,5% gg Vj 
          zuvor:    +0,3% gg Vm/+2,5% gg Vj 
 
    15:30 US/Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen Energy Information 
          Administration (EIA) Vorwoche 
 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

 
Index                         zuletzt           +/- % 
E-Mini-Future S&P-500        6.806,75            +0,3 
E-Mini-Future Nasdaq-100    25.046,75            +0,3 
S&P/ASX 200 (Sydney)         8.743,50            +0,6 
Topix-500 (Tokio)            2.882,90            +1,0 
Kospi (Seoul)                5.609,95            +1,4 
Shanghai-Composite           4.132,27            +0,2 
Hang-Seng-Index (Hongkong)  25.945,12            -0,1 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Auch am Mittwoch dominieren an den Börsen in Ostasien und Australien die positiven Vorzeichen. Getragen werde die fortgesetzte Erholung von den weiter nachgebenden Ölpreisen, heißt es aus dem Handel. Allerdings seien Zweifel an einem baldigen Ende des Iran-Kriegs keineswegs ausgeräumt. Am Montag waren die Ölpreise vor dem Hintergrund des Krieges drastisch gestiegen, was Inflationssorgen schürte und die Börsen auf Talfahrt schickte, ehe US-Präsident Donald Trump mit der Aussage, der Krieg sei "sehr bald" beendet, eine Tendenzwende einläutete. Aktuell trägt ein Bericht des Wall Street Journal zur Beruhigung bei, wonach die Internationale Energieagentur die bisher größte Freigabe von Reserven plant, um Lieferunterbrechungen gegenzusteuern. Unterdessen hat der Iran Vertretern der US-Regierung zufolge Minen in der Straße von Hormus verlegt, einen wichtigen Transportweg für Öl. Im weiteren Tagesverlauf, nach Börsenschluss in Asien, werden in den USA die mit Spannung erwarteten Verbraucherpreise veröffentlicht. Von ihnen erhoffen sich die Anleger Aufschluss über den künftigen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank.

WALL STREET

INDEX            zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
DJIA           47.706,51   -0,1     -34,29       47.740,80 
S&P-500         6.781,50   -0,2     -14,49        6.795,99 
NASDAQ Comp    22.697,10   +0,0      +1,16       22.695,95 
NASDAQ 100     24.956,47   -0,0     -10,78       24.967,25 
 
Umsatzdaten 
                     Dienstag     Montag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,33 Mrd   1,49 Mrd 
Gewinner             1.290      1.232 
Verlierer            1.463      1.540 
Unverändert             82         70 
 

Wenig verändert - Die Skepsis über ein baldiges Ende des Iran-Krieges, wie es US-Präsident Trump am Vortag in Aussicht gestellt hatte, ließ keine Kauflaune aufkommen. Zumal US-Kriegsminister Hegseth andere Signale ausgesandt hatte und Israel am Kriegsziel eines Regimewechsels im Iran festhielt. Hewlett Packard Enterprise gaben nach dem Geschäftsausweis zur ersten Periode um 3,2 Prozent nach. Belastend wirkte eine verlangsamte Entwicklung in den wichtigen Bereichen Cloud und KI. Biontech sackten um 17,9 Prozent ab. Zum einen übrzeugten Zahlen und Ausblick nicht, zum anderen ziehen sich die Gründer aus dem Biotechnologie-Unternehmen zurück. Kohl's verloren 1,5 Prozent, obwohl der Kaufhauskonzern mit besser als gedacht ausgefallenen Quartalszahlen aufgewartet hatte. Händler wie Ross, T.J. Maxx und Burlington hätten Kohl's während des Weihnachtsgeschäfts offenbar Marktanteile abgenommen, fanden die Analysten von JP Morgan ein Haar in der Suppe.

USA - ANLEIHEN

Für die Rendite zehnjährigen US-Staatsanleihen ging es um 2 Basispunkte auf 4,15 Prozent nach oben. Die Ölpreisentwicklung habe Inflationssorgen am Köcheln gehalten, hieß es, weil dies Spielraum für Zinssenkungen verringere.

+++++ DEVISENMARKT +++++

 
DEVISEN                 zuletzt  +/- %      00:00    Di, 8:20 Uhr  % YTD 
EUR/USD                  1,1638   +0,2     1,1610          1,1635   -0,9 
EUR/JPY                  183,75   +0,1     183,49          183,26   -0,1 
EUR/GBP                  0,8649   -0,0     0,8652          0,8645   -0,8 
USD/JPY                  157,88   -0,1     158,04          157,49    0,8 
USD/KRW                1.465,61   -0,5   1.473,24        1.467,80    1,7 
USD/CNY                  6,8613   -0,2     6,8766          6,8795   -1,9 
USD/CNH                  6,8616   -0,3     6,8798          6,8803   -1,6 
USD/HKD                  7,8275   +0,1     7,8233          7,8237    0,6 
AUD/USD                  0,7178   +0,8     0,7119          0,7101    7,6 
NZD/USD                  0,5944   +0,3     0,5927          0,5929    3,3 
BTC/USD               69.906,75   -0,5  70.250,91       70.406,67  -20,3 
 

Der Dollar baute seine Vortagesverluste weiter aus - der Dollar-Index verlor 0,3 Prozent. Der Greenback hatte zuletzt - insbesondere auch vor dem Hintergrund des massiven Anstiegs der Ölpreise - von seinem Status als "sicherer Hafen" profitiert. Wäre der Dollar allerdings ein unangefochten sicherer Hafen, wäre er deutlich stärker gestiegen, merkten die Analysten von TD zur derzeitigen Rolle des Greenbacks an.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle                 zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                   5.201,21   +0,2       9,90        5.191,31 
Silber                    87,78   -0,7      -0,62           88,40 
Platin                 2.186,09   -0,7     -14,36        2.200,45 
 

Der Goldpreis stieg im US-Handel um gut 1 Prozent, wobei laut Marktteilnehmern der schwächere Dollar mithalf.

ÖL

ROHOEL                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                 83,38   -0,1      -0,07           83,45 
Brent/ICE                 87,79   -0,0      -0,01           87,80 
 

Die Erdölpreise gaben zunächst um einen zweistelligen Prozentwert nach. Nachdem Meldungen, die US-Marine habe Öltanker erfolgreich durch die Straße von Hormus eskortiert, unbestätigt blieben, reduzierten sie ihre Abgaben wieder etwas. Neben der von US-Präsident Trump ausgelösten vagen Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende wurden die Ölpreise auch davon gedrückt, dass die Internationale Energieagentur (IEA) ein außerordentliches G7-Treffen zur Freigabe strategischer Ölreserven einberufen hatte. Des Weiteren hatte Saudi-Arabien eine erhöhte Kapazitätsauslastung der saudischen Ost-West-Pipeline bekannt gegeben als Umgehung der vom Iran praktisch gesperrten Schiffspassagen durch die Seestraße von Hormus.

+++++ MELDUNGEN SEIT DIENSTAG 20.00 UHR +++++

CATHAY PACIFIC

Die Fluggesellschaft aus Hongkong meldete einen Nettogewinn von 10,83 Milliarden Hongkong-Dollar, was 1,38 Milliarden US-Dollar entspricht. Dies ist ein Anstieg von 9,5 Prozent gegenüber 2024. Der Umsatz für das Jahr kletterte um 12 Prozent auf 116,78 Milliarden Hongkong-Dollar.

OPENAI

Ein Amoklauf an einer Schule in Kanada könnte rechtliche Folgen für OpenAI haben. Die Mutter eines Mädchens, das bei dem Amoklauf verletzt wurde, hat eine Klage gegen das KI-Startup wegen dessen Entscheidung eingereicht, die Polizei nicht über die Interaktionen der tatverdächtigen Person mit seinem ChatGPT-Chatbot zu informieren.

RIO TINTO

hat sich fast 1,2 Milliarden US-Dollar zur Finanzierung der Entwicklung eines Lithiumprojekts in Argentinien gesichert. Damit stärkt das Unternehmen seine Wachstumspipeline für den wichtigen Bestandteil von Batteriespeichern und Elektrofahrzeugen. Der Bergbaukonzern teilte mit, er habe das Finanzierungspaket von vier internationalen Geldgebern erhalten. Die Mittel sind für das 2,5 Milliarden Dollar teure Rincon-Projekt in der argentinischen Provinz Salta gedacht, das eine Kapazität von etwa 60.000 Tonnen Lithiumcarbonat in Batteriequalität pro Jahr erreichen soll.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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(END) Dow Jones Newswires

March 11, 2026 02:45 ET (06:45 GMT)

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