PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
10.03.2026 / 06:20 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
SELTENE ERDEN - Deutschlands Industriekonzerne drängen auf die Gründung einer Handelsgesellschaft nach japanischem Vorbild, um die Versorgung mit wichtigen Rohstoffen sicherzustellen und Chinas Monopol auf Seltene Erden zu umgehen. BMW gehört zu den Unternehmen, die gemeinsam mit der deutschen Automobil-Lobby und Vertretern der Verteidigungsindustrie an diesem Konzept arbeiten, das laut Financial Times möglicherweise von der Regierung finanziell unterstützt wird. Auch der Rüstungskonzern Rheinmetall ist daran beteiligt. Dieser Schritt ist Teil der langfristigen Bemühungen Deutschlands, es Japan gleichzutun und im Namen der Industrie gemeinsame Einkäufe wichtiger Mineralien zu tätigen, um "mehr Macht auf dem Markt" zu erlangen, sagte einer der an den Plänen Beteiligten laut Zeitung. (Financial Times)
FCAS - Seit Monaten ringen Politik und die beteiligten Unternehmen um eine Zukunft des gemeinsamen Kampfflugprojekts FCAS. Um das Projekt zu retten, hält der Chef der französischen Luftwaffe, General Jérôme Bellanger, eine Lösung mit zwei Flugzeugen für denkbar. "Wenn wir uns zumindest bei den Drohnen und bei der Cloud einigen können, dann können wir das Wesentliche des Programms retten", sagte er am Dienstag vor Journalisten, wie das Handelsblatt berichtet. "Man darf FCAS nicht auf das bemannte Flugzeug reduzieren", sagte der General. FCAS ist ein für 2040 geplanter Verbund aus Kampfjets, Drohnen und einer Datenplattform. (Handelsblatt)
RESERVE-KRAFTWERKE - Die deutsche Steinkohlewirtschaft will dabei helfen, die hohen Energiepreise während des Iran-Kriegs zu senken. "Wir stehen parat, dem Markt zur Stromerzeugung fast sieben Gigawatt zusätzliche Leistung aus der Reserve zur Verfügung zu stellen", sagte Axel Bethe, der Vorsitzende des Vereins der Kohlenimporteure, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Das entspreche rund 10 Prozent der deutschen Spitzenlast. "Das würde die Preise erheblich senken und viel Gas sparen, das wir dringend zum Heizen, in der Industrie und zum Auffüllen der Speicher brauchen", sagte Bethe. Auch Kraftwerksbetreiber dringen auf den Einsatz von Reservekapazitäten, um die Lage zu entspannen. Andreas Reichel, Vorsitzender des Essener Energiekonzerns Steag, sagte der FAZ, die Erzeuger stünden "in den Startlöchern", um Reservekraftwerke zeitlich begrenzt am Markt einzusetzen. Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigte der FAZ, der Auftrag aus dem Koalitionsvertrag werde geprüft. (FAZ)
INFLATION - Angesichts steigender Öl- und Gaspreise im Zuge des Iran-Kriegs rechnet die Wirtschaftsweise Veronika Grimm mit einer steigenden Inflation. "Die Kombination aus Energie-, Transport- und Lebensmittelpreisschocks dürfte erneut Inflationsdruck erzeugen", sagte Grimm den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Je länger die Blockade der Straße von Hormus anhalte, desto stärker seien die globalen Auswirkungen. "Steigende Energiepreise wirken wie eine globale Steuer auf Wachstum. Die aktuellen Entwicklungen dürften daher die weltweiten Konjunkturaussichten spürbar eintrüben", so Grimm. Das Ifo Institut rechnete mit einer Steigerung der Inflationsrate auf 2,5 Prozent - wenn die Öl- und Gaspreise innerhalb der nächsten Wochen wieder sinken. (Funke Mediengruppe)
IRAN - Die Islamische Republik Iran nutzt Kryptobörsen, um westliche Sanktionen zu umgehen und Einnahmen aus Ölgeschäften zu waschen. Im Laufe der Jahre hat das Teheraner Regime auf diese Weise Milliardenwerte verschoben. Das Geld wird in Kryptowährungen umgetauscht und kann dann anonym weitergeleitet werden. Besonders die Kryptobörsen Zedcex und Zedxion, die in Großbritannien registriert sind, soll Teheran zuletzt genutzt haben. Die Islamischen Revolutionsgarden IRGC haben darüber rund eine Milliarde Dollar gewaschen. Hinter den beiden Kryptobörsen soll einer der schillerndsten iranischen Geschäftsleute stecken, der vor Jahren noch in einer Todeszelle saß, jetzt aber dem Regime offenbar trickreich bei der Umgehung von Sanktionen hilft, wie eine Recherche des Organized Crime and Corruption Reporting Project (OCCRP) zeigt. (FAZ)
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