PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

05.03.2026 / 06:21 Uhr

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

HORMUS/HANDEL - Die Flottenchefin von Deutschlands größter Reederei Hapag-Lloyd, Silke Lehmköster, glaubt nicht an einen schnellen militärischen Schutz von Handelsschiffen zur Passage der Straße von Hormus. "Die Hoffnung ist groß, aber unsere Erwartung ist relativ gering", sagte Lehmköster dem Spiegel. Momentan herrsche am Persischen Golf Krieg - "und die Marineschiffe sind mit anderen Dingen beschäftigt, anstatt uns Geleitschutz zu geben". Der von US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellte Geleitschutz für Tanker sei außerdem nicht so einfach. "Schiffe bewegen sich, eine Eskorte müsste aber relativ nah am Handelsschiff bleiben", sagte Lehmköster. "Die Marineschiffe haben ja nur einen gewissen Radius, in dem sie einen überhaupt luftmäßig beschützen können", sagte sie. (Spiegel)

HANDEL - Der US-Handelsexperte Adam Posen sieht im Irankrieg vorerst keine Gefahr für die Weltwirtschaft. "Seit der Suezkrise von 1956 neigen Beobachter dazu, die Bedeutung der Politik im Nahen Osten und der Störungen auf dem Ölmarkt für die Weltwirtschaft zu überschätzen", schreibt Posen in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt. Er ist Präsident des Peterson Institute for International Economics in Washington, DC. Kriege, die nicht lange dauerten und geografisch begrenzt seien, änderten nichts an den Fundamentaldaten. "Energie ist keine seltene Ressource mit einer einzigen Quelle; geografische Engpässe können beseitigt werden", so Posen. Die Straße von Hormus sei zwar ein Engpass - aber: "Je mehr der Iran unternimmt, um die Störung zu verlängern, desto mehr schadet er seiner eigenen Wirtschaft und physischen Sicherheit", schreibt Posen.(Handelsblatt)

KAPITALMARKTUNION - Für Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing stehen die Chancen für eine Kapitalmarktunion so gut wie noch nie. Das sagte er auf dem 19. Finanzplatztag der Börsen-Zeitung. Der Krieg gegen den Iran verdeutliche, wie dringend die wirtschaftliche und finanzielle Souveränität gestärkt werden müsse. Konflikte und Unsicherheit seien ein stetiger Begleiter geworden, sagte Sewing. Für Banken und Investoren bedeute dies, dass ein funktionierendes Risikomanagement derzeit das A und O sei. Finanzielle Souveränität bedeute mehr als lediglich stabile Haushalte und solide Banken. "Finanzielle Souveränität heißt, entscheiden zu können, was wir finanzieren, wann wir investieren und zu welchen Bedingungen", erklärte Sewing in Frankfurt. Ein wesentlicher Hebel sei eine stärkere Kapitalmarktintegration. (Börsen-Zeitung)

- Alle Angaben ohne Gewähr.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/kla/mgo/cbr

(END) Dow Jones Newswires

March 05, 2026 00:20 ET (05:20 GMT)

zur Übersicht mit allen Meldungen

ein Service von
DOW JONES

Copyright © 2026 Tradegate Exchange GmbH
Bitte beachten Sie das Regelwerk

DAX®, MDAX®, TecDAX® und SDAX® sind eingetragene Markenzeichen der ISS STOXX Index GmbH
EURO STOXX®-Werte bezeichnet Werte der Marke „EURO STOXX“ der STOXX Limited und/oder ihrer Lizenzgeber
TRADEGATE® ist eine eingetragene Marke der Tradegate AG

Kurse in EUR; Fremdwährungsanleihen in der jeweiligen Währung
Zeitangaben in CET (UTC+1)