MORNING BRIEFING - USA/Asien

04.03.2026 / 07:44 Uhr

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ TAGESTHEMA +++++

In China senden die Indikatoren für die Aktivität im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor durchwachsene Signale über die Wirtschaftsaktivität. Die neuesten Daten des Einkaufsmanagerindex (PMI) für Februar 2026 zeigen eine Diskrepanz zwischen Chinas Binnenwirtschaft und dem exportorientierten verarbeitenden Gewerbe. Während offizielle Regierungszahlen auf einen sich verschärfenden Rückgang im Inland hindeuten, weisen private Umfragen auf das stärkste Wachstum seit über fünf Jahren hin, dank der Wiederbelebung der globalen Nachfrage. Die Unterschiede in der Erhebungsmethode sowie bei den befragten Unternehmen könnte zu den unterschiedlichen Ergebnissen beigetragen haben. Der RatingDog-Index von beruht auf einer Umfrage unter rund 400 Unternehmen, wobei auch kleinere, in Privatbesitz befindliche Firmen stärker berücksichtigt sind. Der auf Daten der staatlichen Statistikbehörde basierende offizielle Einkaufsmanagerindex ist unterdessen stärker auf in Staatsbesitz befindliche Großunternehmen ausgerichtet. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den verarbeitenden Sektor verringerte sich auf 49,0 (Januar: 49,3), wie aus Daten der nationalen Statistikbehörde und der China Federation of Logistics & Purchasing (CFLP) vom Mittwoch hervorgeht. Vom Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten hier mehr erwartet. Ein PMI-Stand über 50 deutet auf eine Expansion des Sektors hin, Werte darunter auf eine Schrumpfung. Chinas PMI für das nicht-verarbeitende Gewerbe, der sowohl den Dienstleistungs- als auch den Bausektor abdeckt, zeigte eine leichte Verbesserung, blieb aber ebenfalls im kontraktiven Bereich. Der Indikator stieg im Februar leicht auf 49,5 von 49,4 im Januar. Der Subindex für die Dienstleistungsaktivität stieg dank eines Impulses durch die Neujahrsfeiertage, während der Subindex für das Baugewerbe zurückging. Der von S&P Global erstellte RatingDog China General Services PMI stieg unterdessen im Februar sprunghaft auf 56,7 Punkte (Januar: 52,3). Dies ist der stärkste Wert seit Mai 2023 und liegt deutlich über der 50-Punkte-Marke, die Wachstum von Schrumpfung trennt. Der RatingDog-PMI für das verarbeitende Gewerbe stieg im Februar ebenfalls deutlich, was auf die stärkste Verbesserung der Branchenbedingungen seit über fünf Jahren hindeutet. Steigerungen bei den Auftragseingängen und der Produktion ließen den Index von 50,3 auf 52,1 Punkte steigen, was auf einen klaren Expansionstrend hindeute, sagte Yao Yu, der Gründer von RatingDog. Die Märkte blicken nun gespannt auf den Nationalen Volkskongress (NVK). Dort wird Chinas Führung Wachstumsziele festlegen und einen Fünfjahresplan bis 2030 vorstellen. Ohne deutlich stärkere Konjunkturprogramme als bisher erwartet, bezweifeln Ökonomen jedoch, dass das Wachstum im Jahr 2026 das des Vorjahres übertreffen wird.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

Keine relevanten Unternehmenstermine angekündigt.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US 
    14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht Februar 
          Beschäftigung privater Sektor 
          PROGNOSE: +48.000 Stellen 
          zuvor:    +22.000 Stellen 
 
    15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (2. Veröffentlichung) Februar 
          PROGNOSE:     52,3 
          1. Veröff.:   52,3 
          zuvor:        52,7 
 
    16:00 ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe Februar 
          PROGNOSE:     53,5 Punkte 
          zuvor:        53,8 Punkte 
 
    16:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen 
          Energy Information Administration (EIA) Vorwoche 
 
    20:00 Fed, Beige Book 
 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

Index                         zuletzt  +/- % 
E-Mini-Future S&P-500        6.791,50   -0,5 
E-Mini-Future Nasdaq-100    24.572,00   -0,7 
S&P/ASX 200 (Sydney)         8.901,20   -1,9 
Nikkei-225 (Tokio)          54.245,54   -3,6 
Topix-500 (Tokio)            3.633,67   -3,7 
Kospi (Seoul)                5.093,54  -12,1 
Shanghai-Composite           4.078,16   -1,1 
Hang-Seng-Index (Hongkong)  25.048,74   -2,8 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Auch zur Wochenmitte haben die anhaltenden Angriffe der USA und Israels gegen den Iran für erhöhten Abgabedruck an den ostasiatischen Börsen gesorgt. Es dominierte weiterhin die Sorge vor einem anhaltenden Konflikt und weiter steigenden Energiepreisen, hieß es. Erneut war es der Kospi in Seoul, der mit einem Einbruch von 12,1 Prozent die Verliererliste anführte. Es war der größte prozentuale Tagesverlust in der Geschichte des Index. Auch am Berichtstag wurde der Handel wegen der starken Verluste kurzzeitig unterbrochen. In der vergangenen Woche hatte der Kospi noch ein Rekordhoch markiert - seitdem hat der Index mehr als 16 Prozent eingebüßt. In China sendeten die Indikatoren für die Aktivität im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor durchwachsene Signale über die Wirtschaftsaktivität. Die neuesten Daten des Einkaufsmanagerindex (PMI) für Februar 2026 zeigen eine Diskrepanz zwischen Chinas Binnenwirtschaft und dem exportorientierten verarbeitenden Gewerbe. In Seoul standen erneut die Index-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix unter Abgabedruck. Teilnehmer sprachen von anhaltenden massiven Gewinnmitnahmen, nachdem die Aktien im Zuge des KI-Optimismus in den vergangenen zwei Monaten deutlich zugelegt hatten.

WALL STREET

INDEX          zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
DJIA         48.501,27   -0,8   -403,51       48.904,78 
S&P-500       6.816,63   -0,9    -64,99        6.881,62 
NASDAQ Comp  22.516,69   -1,0   -232,17       22.748,86 
NASDAQ 100   24.720,08   -1,1   -272,52       24.992,60 
 
                     Dienstag   Montag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,45 Mrd   1,41 Mrd 
Gewinner               636      1.561 
Verlierer            2.135      1.201 
Unverändert             59         69 
 

Leichter - Nachdem die US-Börsen am Vortag noch kaum auf den Krieg im Iran reagierten hatten, holte der weitere Kreise ziehende Konflikt die Wall Street nun ein. Zunehmend machte sich Nervosität breit, was auch an gestiegenen Volatilitätsindizes - auch "Angstbarometer" genannt - erkennbar wurde. Zur Kriegs- gesellte sich nun auch Inflationsangst. Denn die Ölpreise setzten ihren rasanten Anstieg fort, wenngleich sie von den Tageshochs zurückkamen. Für etwas Entspannung sorgten Aussagen von US-Präsident Donald Trump, laut denen die US-Marine bei Bedarf damit beginnen werde, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren. Die gestiegenen Öl- und Gaspreise weckten neben Inflations- auch Konjunktursorgen und somit die Befürchtung einer geringeren Nachfrage. Daher verloren Exxon Mobil 1,5 Prozent. Bei den am Vortag stark gefragten Rüstungsaktien wurden Gewinne mitgenommen. RTX verbilligten sich um 2,7 und Northrop Grumman um 1,1 Prozent. Die Aktien von Fluggesellschaften stabilisierten sich. American Airlines fielen um weitere 0,5 Prozent, United Airlines um 0,6 Prozent, während Delta Air Lines sogar 0,5 Prozent fester schlossen. Die Aktie des Kreuzfahrtveranstalters Carnival gab 2,1 Prozent nach. Nach besser als gedacht ausgefallenen Geschäftszahlen kletterten Target um 6,7 Prozent.

US-ANLEIHEN

Die zunehmenden Inflationsgefahren und daraus resultierenden schwindenden Zinssenkungshoffnungen ließen die Renditen weiter steigen. Die zehnjähriger Titel legte um 1 Basispunkt auf 4,06 Prozent zu. Am frühen Montag hatte die Zehnjahresrendite noch unter 4 Prozent gelegen.

DEVISEN

DEVISEN      zuletzt  +/- %      00:00       Di, 08:42  % YTD 
EUR/USD       1,1615   +0,0     1,1613          1,1649   -1,1 
EUR/JPY       182,89   -0,1     183,11          183,37   -0,6 
EUR/GBP       0,8707   +0,2     0,8691          0,8733   -0,1 
USD/JPY       157,42   -0,2     157,71          157,40    0,5 
USD/KRW     1.473,20   -0,5   1.480,13        1.467,96    2,3 
USD/CNY       6,9145   +0,2     6,8996          6,8966   -1,1 
USD/CNH       6,9177   +0,0     6,9163          6,8984   -0,8 
USD/HKD       7,8133   +0,1     7,8042          7,8089    0,4 
AUD/USD       0,7023   -0,1     0,7033          0,7084    5,3 
NZD/USD       0,5903   +0,3     0,5888          0,5915    2,6 
BTC/USD    68.561,88   +0,8  68.049,36       68.102,49  -21,8 
 

Der Dollar profitierte weiter von seinem Ruf als Fluchtwährung. Mit dem Dollarindex ging es um 0,7 Prozent nach oben. Der Euro wertete auf 1,1617 Dollar ab.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle      zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold        5.148,72   +1,2      62,25        5.086,47 
Silber         84,75   +3,3       2,71           82,04 
Platin      2.137,18   +2,6      54,58        2.082,60 
 

Gold gab anfängliche Gewinne ab. Der Preis für die Feinunze sackte um 4,2 Prozent ab. Der festere Dollar bzw. gesunkene Zinssenkungsfantasie belasteten.

ÖL

ROHÖL        zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex      76,41   +2,5       1,85           74,56 
Brent/ICE      83,29   +2,3       1,89           81,40 
 

Der Iran hatte gedroht, Energieinfrastruktur zu zerstören und Schiffe "zu verbrennen", die die Straße von Hormus passieren - ein wichtiger Transportweg für Öl. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI stiegen um mehr als 4 Prozent. Im asiatischen Handel gaben die Öl-Futures ihre Gewinne zum Teil wieder ab, nachdem US-Präsident Trump angekündigt hat, die US-Marine werde bei Bedarf Tanker durch die Straße von Hormus eskortieren. Der Verkehr in der Meerenge war wegen des Konflikts mit dem Iran zum Erliegen gekommen.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

US-GELDPOLITIK

Laut dem Präsidenten der Federal Reserve Bank von Minneapolis, Neel Kashkari, ist es noch zu früh, um abschätzen zu können, welchen Einfluss der Konflikt im Nahen Osten auf die Inflation haben wird. "Ich hatte das Gefühl, dass die Geldpolitik in einer ziemlich guten Position war", sagte Kashkari. "Jetzt müssen wir sehen, was dieser neue Schock, potenziell neue Schocks für die Weltwirtschaft, bewirkt - wie lange der Effekt anhält und wie groß er ist."

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/mpt/flf/ros

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March 04, 2026 01:44 ET (06:44 GMT)

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