Von der Leyen: Europa muss sich auf Folgen des Nahost-Konflikts einstellen
02.03.2026 / 12:28 Uhr
Von Joshua Kirby
DOW JONES--Der Konflikt im Nahen Osten wird weltweit Schockwellen auslösen. Dies erklärte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und rief Europa sowie die Weltgemeinschaft dazu auf, sich auf die Auswirkungen vorzubereiten. "Von Energie bis Atomkraft, von Verkehr über Migration bis hin zur Sicherheit - wir müssen auf die Folgen dieser jüngsten Ereignisse vorbereitet sein", sagte von der Leyen am Montag. Die Chefin des Exekutivorgans der Europäischen Union äußerte sich, nachdem US-amerikanische und israelische Streitkräfte am Wochenende Ziele im Iran angegriffen hatten. Dabei wurden der Oberste Führer Ali Khamenei sowie eine Reihe weiterer hochrangiger Führer des islamischen Regimes getötet.
Der Iran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Verbündete der USA in der Region und traf Ziele in den Golfstaaten, Israel und Zypern. Eine große Ölraffinerie in Saudi-Arabien wurde am Montag nach einem iranischen Drohnenangriff geschlossen.
Von der Leyen bezeichnete die Angriffe des Irans als "rücksichtslos und wahllos" und verurteilte diese. "Die Stabilität der Region ist von größter Bedeutung", sagte sie vor Journalisten auf einer Pressekonferenz an der Seite des Schweizer Bundespräsidenten Guy Parmelin anlässlich der Unterzeichnung eines Pakets von Wirtschaftsabkommen.
Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran forderte am Montag ihren Tribut an den Märkten. Die Ölpreise stiegen aufgrund von Versorgungsängsten stark an, da der Iran damit drohte, die lebenswichtige Schifffahrtsstraße Straße von Hormus zu schließen. Wirtschaftssektoren vom europäischen Luxusgütersegment bis hin zu regionalen Fluggesellschaften brachen im Vormittagshandel ein, während die Kurse von Verteidigungsunternehmen angesichts der Aussicht auf einen andauernden Konflikt deutlich zulegten.
Von der Leyen rief alle Seiten dazu auf, auf eine Deeskalation der Spannungen hinzuarbeiten. "Die einzige dauerhafte Lösung ist eine diplomatische", sagte sie. Zudem forderte sie einen "glaubwürdigen Übergang" für den Iran sowie einen Stopp der Atom- und ballistischen Raketenprogramme des Landes. "Wir müssen hart daran arbeiten, zu deeskalieren und eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern", betonte sie.
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