PRESSESPIEGEL/Unternehmen

18.02.2026 / 06:39 Uhr

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

VOLKSWAGEN - Volkswagen hat für seinen Geschäftsbereich Everllence Angebote von führenden Private-Equity-Fonds wie Blackstone, EQT und CVC erhalten. Die Frist für erste Angebote für das Unternehmen, das früher unter dem Namen MAN Energy Solutions bekannt war, ist vergangene Woche abgelaufen. Der Geschäftsbereich, der Schiffsmotoren und Wärmepumpen herstellt, wird laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen von potenziellen Käufern mit 5 bis 6 Milliarden Euro bewertet. (Financial Times)

Zu den anderen Beteiligungsgesellschaften, die zuvor Interesse an dem Geschäftsbereich gezeigt hatten, gehören die Beteiligungsgesellschaft CD&R und der Spezialist für industrielle Ausgliederungen KPS, wie aus den Kreisen weiter verlautete. Einige Konkurrenzunternehmen hätten ebenfalls Angebote geprüft.

BAYER - Der Fondsmanager Markus Manns von Union Investment lobt die Glyphosat-Einigung bei Bayer, sieht aber keinen Befreiungsschlag: "Bayer hat wahrscheinlich das Beste aus einer verfahrenen Situation herausgeholt, aber dies ist noch nicht der Befreiungsschlag, auf den viele Investoren gehofft haben", sagte Manns der Rheinischen Post. "Bayer erkauft sich mit der Einigung auf jeden Fall Zeit, aber ohne einen Gewinn beim Supreme Court kann in einigen Jahren eine neue Klagewelle auf Bayer zurollen." Manns betonte: "Bayers Herausforderung wird darin liegen, das Entschädigungsprogramm attraktiv genug zu gestalten, um eine erneute Klagewelle zu vermeiden, gleichzeitig aber die finanzielle Belastung in Grenzen zu halten." (Rheinische Post)

INFINEON - Infineon erwartet einen kräftigen Umsatzschub durch humanoide Roboter. "Das könnte ein Wachstumsfeld werden, wie es heute die Leistungshalbleiter für KI-Rechenzentren sind", sagte Vorstandschef Jochen Hanebeck dem Handelsblatt. Die menschenähnlichen Maschinen könnten zudem die unter Druck geratenen Margen stützen. Denn Infineon habe die meisten relevanten Komponenten bereits im Portfolio, der Halbleiterhersteller müsse daher "nur sehr wenig spezifisch neu entwickeln". Viele der Chips, die Infineon heute für das automatisierte Fahren an die Autoindustrie liefere, ließen sich laut dem Manager auch in den Robotern einsetzen. Schafft Infineon in den nächsten Jahren einen Sprung wie bei den KI-Halbleitern, wäre das ein starkes Signal für Investoren. Bei den Chips für die Stromversorgung der neuen KI-Fabriken hat der DAX-Konzern die Erlöse im vergangenen Geschäftsjahr verdreifacht. Einen konkreten Zeitplan für das neue Milliardengeschäft nannte Hanebeck allerdings nicht: "Bislang ist noch offen, wie schnell der Markt wirklich an Fahrt aufnimmt." (Handelsblatt)

VOLKSWAGEN - Volkswagens US-Marke Scout verschiebt nach Spiegel-Informationen den Start der Serienproduktion seines Elektro-Pickup-Trucks und Elektro-SUVs in ihrem neuen Werk in Blythewood (South Carolina): Statt wie bisher geplant 2027 soll der Anlauf nun erst im Sommer 2028 erfolgen. Ein früherer Termin gilt demnach nur noch als Hoffnungswert. Volkswagen kommentierte die Verschiebung auf Anfrage nicht. "Wir haben derzeit kein Update unseres Zeit- oder Produktplans mitzuteilen", sagte eine Scout-Sprecherin auf Anfrage. Hauptgründe sind dem Vernehmen nach zusätzliche Entwicklungsarbeit am künftig priorisierten Range-Extender-Antrieb (EREV) für die beiden Scout-Modelle sowie erneute Softwareprobleme. (Spiegel)

HAPAG-LLOYD - Hapag-Lloyd festigt mit der geplanten Übernahme der israelischen Containerreederei Zim die Position als Branchenfünfter. "Die Top-Vier-Reedereien sind in den vergangenen Jahren nach der Corona-Pandemie stark gewachsen. Der Abstand zwischen den ganz Großen der Branche und uns darf nicht zu groß werden. Größe ist insofern strategisch wichtig", sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen im Interview mit der Börsen-Zeitung. "Die Übernahme ermöglicht es uns aber auch, jährliche Synergien von bis zu 500 Millionen Dollar zu erwirtschaften. Das hat auch einen Wert, denn damit können wir wettbewerbsfähig bleiben. Dafür zahlt man dann natürlich auch einen gewissen Preis." (Börsen-Zeitung)

ENI - Der italienische Energiekonzern Eni erwägt eine Rückkehr zum Öl- und Gashandel. Eni habe den Handel 2019 eingestellt, "aber die anderen großen Unternehmen sind alle Händler", so CEO Claudio Descalzi. "BP, Shell und Total sind große Händler und verdienen damit Milliarden." Wie Descalzi der Financial Times sagte, hat er mit mehreren Rohstoffhandelshäusern, darunter Mercuria, erste Gespräche über die Gründung eines Joint Ventures geführt. (Financial Times)

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February 18, 2026 00:38 ET (05:38 GMT)

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