MÄRKTE EUROPA/Konsolidierung hält an - Immobilienwerte gesucht
17.02.2026 / 13:41 Uhr
DOW JONES--Die seit Tagen zu beobachtende Seitwärtsbewegung an den europäischen Aktienmärkten hält am Dienstagmittag an. Im Handel ist von erhöhter Zurückhaltung vor der für den Berichtstag angesetzten zweiten Runde der Gespräche zwischen den USA und dem Iran die Rede. US-Präsident Donald Trump hat die Möglichkeit eines Militärschlags immer wieder betont. Die USA haben in der vergangenen Woche einen zweiten Flugzeugträger in die Region entsandt. Derweil haben Einheiten der Revolutionären Garde ihre Präsenz an der Straße von Hormuz erhöht.
Nach dem umsatzschwachen Geschäft zu Wochenbeginn wegen des "Presidents' Day" in den USA belebt sich der Handel nun. Der DAX stagniert bei 24.802 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 sinkt um 0,1 Prozent auf 5.975 Punkte. An den Anleihemärkten geht es mit den Kursen leicht nach oben, die Renditen fallen also. Am Devisenmarkt gibt der Euro leicht nach auf 1,1831 Dollar.
Keine weitere Stimmungsaufhellung liefert am Vormittag die ZEW-Umfrage aus Deutschland. Im Februar ist der ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen entgegen den Erwartungen leicht gesunken, die Konsensschätzung wurde klar unterschritten. Dies überrascht die Marktstrategen der Helaba, nachdem das ähnlich konzipierte Sentix-Investorenvertrauen deutlich gestiegen war. Zwar hat sich der ZEW-Saldo der Lageeinschätzungen verbessert, die Erholung der konjunkturellen Entwicklung scheint aber holprig zu verlaufen.
Daneben drückt die Sorge vor KI-Disruptionen weiter. "Die Angst vor hohen KI-Investitionen und hohen KI-Bewertungen hält viele aktuell vom Aktienkauf ab. Es wird jetzt spannend, wie lange Europa das positivere Eigenleben beibehalten kann. Seit Jahresbeginn hat sich der Euro-Stoxx-50 mehr als 5 Prozent besser entwickelt als der US-Techindex Nasdaq-100", sagt Vermögensverwalter Thomas Altmann von QC Partners.
Am deutschen Aktienmarkt zeigen sich die Aktien aus dem Immobiliensektor mit grünen Vorzeichen. Größter Gewinner sind Aroundtown mit plus 7 Prozent. Den Impuls liefert zum einen Viceroy Research, die auf ihrer Internetseite mitteilen, dass sie in der Aktie "Long" seien, während der Markt schlafe. Demnach präsentiere sich Aroundtown als konservativ bewerteter, finanziell widerstandsfähiger europäischer Immobilieninvestor mit mehreren realistischen Katalysatoren für eine Wertsteigerung. Aroundtown sollte zu einem Kurs-NAV-Verhältnis gehandelt werden, das auf Augenhöhe mit den Branchenpendants liege. Aber auch seit Tagen leicht fallende Renditen bei Anleihen sprechen für Aktien aus dem Immobilienuniversum. Vonovia steigen um 4 Prozent, Deutsche Wohnen um 5,4 Prozent und TAG Immobilien um 2,8 Prozent.
Qiagen führen mit einem Minus von 4,4 Prozent die Verliererliste im DAX mit weitem Abstand an. Hintergrund ist laut Händlerangaben ein "FT"-Bericht, laut dem der Life Science Konzern Danaher ein 10 Milliarden Dollar Gebot für das Medizintechnikunternehmen Masimo abgeben könnte. Danaher wird neben Thermo Fisher und Agilent aber immer wieder als möglicher Bieter für Qiagen genannt. Die aktuellen Schlagzeilen lassen also etwas Übernahmefantasie aus der Qiagen-Aktie entweichen.
Dank eines starken Kupfergeschäfts hat BHP überzeugende Halbjahreszahlen vorgelegt. Laut RBC liegt das EBITDA leicht über den Erwartungen, genauso wie der Freie Cashflow. Angenehm überrascht zeigen sich die Analysten mit Blick auf die Ausschüttungsquote von 60 Prozent. Den Ausblick auf das laufende Jahr hat der Minengigant bestätigt. Zugleich wurde die Prognose für die Kupferproduktion in der Escondida-Mine 2027 nach oben angepasst. BHP gewinnen in London 1 Prozent.
Ottobock geben nach durchwachsenem Zahlenausweis für das vierte Quartal 6,2 Prozent ab. Der Umsatz im Kerngeschäft ist etwa 1 Prozent unter dem Vara-Konsens ausgefallen, wie Jefferies erläutert. Das bereinigte EBITDA habe dagegen 5 Prozent über der Marktschätzung gelegen.
Indes hat Norma mitgeteilt, dass der Konzernumsatz nach vorläufigen Berechnungen zurückgegangen ist. Das Unternehmen begründete den Umsatzrückgang mit negativen Währungseffekten, der allgemeinen Marktschwäche in wichtigen Kundenindustrien wie Lkw-Produktion und Bauwirtschaft sowie dem schwachen Distributionsgeschäft mit Verbindungskomponenten. Norma verlieren 3 Prozent.
=== INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD Euro-Stoxx-50 5.974,79 -0,1% -4,09 +3,2% Stoxx-50 5.158,35 +0,1% 4,34 +4,8% DAX 24.801,73 +0,0% 0,82 +1,3% MDAX 31.143,91 -0,7% -220,65 +2,4% TecDAX 3.638,85 -0,4% -15,15 +0,9% SDAX 17.730,74 -0,4% -66,89 +3,6% CAC 8.313,10 -0,0% -3,40 +2,0% SMI 13.708,85 +0,4% 52,85 +2,9% ATX 5.663,99 -0,1% -7,11 +6,5% DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mo, 18:01 Uhr % YTD EUR/USD 1,1832 -0,2% 1,1852 1,1853 +0,9% EUR/JPY 181,18 -0,4% 181,94 181,90 -1,2% EUR/CHF 0,9117 -0,0% 0,9119 0,9119 -2,1% EUR/GBP 0,8727 +0,4% 0,8693 0,8697 -0,3% USD/JPY 153,13 -0,3% 153,52 153,47 -2,1% GBP/USD 1,3557 -0,5% 1,3630 1,3629 +1,2% USD/CNY 6,9230 -0,0% 6,9255 6,9255 -1,4% USD/CNH 6,8867 +0,0% 6,8846 6,8860 -1,3% AUS/USD 0,7060 -0,2% 0,7073 0,7074 +6,0% Bitcoin/USD 68.229,15 -0,5% 68.565,25 67.927,40 -22,5% ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 63,64 63,60 +0,1% 0,04 +10,9% Brent/ICE 68,70 68,65 +0,1% 0,05 +12,7% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 4.938,78 4.992,50 -1,1% -53,72 +15,6% Silber 74,93 76,63 -2,2% -1,69 +7,5% Platin 1.702,15 1.726,12 -1,4% -23,97 -1,5% Kupfer 5,70 5,76 -1,2% -0,07 +2,4% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/thl/flf
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February 17, 2026 07:40 ET (12:40 GMT)
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