MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
17.02.2026 / 07:33 Uhr
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++
DIENSTAG: In China (Hongkong & Festland), Singapur und Südkorea ruht wegen des chinesischen bzw. koreanischen Neujahrsfests der Handel.
MITTWOCH: In China (Hongkong & Festland), Singapur und Südkorea ruht wegen des chinesischen bzw. koreanischen Neujahrsfests der Handel. In Schanghai bleibt die Börse bis Montag geschlossen.
+++++ TAGESTHEMA +++++
Die BHP Group hat am Dienstag einen Anstieg des Nettogewinns im ersten Halbjahr um 28 Prozent gemeldet und ihre Zwischendividende um fast die Hälfte angehoben. Der nach Marktwert größte Bergbaukonzern der Welt profitierte dabei von einer rekordverdächtigen Rally bei den Kupferpreisen. BHP teilte mit, dass der Nettogewinn in den sechs Monaten bis Dezember 5,64 Milliarden Dollar betragen habe. Im Vorjahreszeitraum waren es 4,42 Milliarden Dollar gewesen. Der bereinigte Gewinn, eine viel beachtete Rentabilitätskennziffer, die einige einmalige Belastungen herausrechnet, stieg um 22 Prozent auf 6,20 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn von BHP übertraf damit eine von Visible Alpha erstellte Konsensschätzung von 6,03 Milliarden Dollar. Der Board beschloss eine Zwischendividende von 73 US-Cent je Aktie, nach 50 Cent je Aktie vor einem Jahr. BHP Group will zudem mit dem Verkauf von Vermögenswerten die Expansion im Kupferbereich finanzieren. Der zuvor angekündigte Verkauf eines Anteils an der künftigen Silberproduktion der Antamina-Kupfermine in Peru an Wheaton Precious Metals für 4,3 Milliarden Dollar - die wertvollste jemals verzeichnete Vereinbarung über Silber-Streaming - ist Teil des 10-Milliarden-Dollar-Ziels, das BHP den Investoren drei Monate nach dem Verzicht auf ein Übernahmeangebot für Anglo American dargelegt hatte. Jenes Gebot war maßgeblich von dem Wunsch getrieben gewesen, das Kupfergeschäft auszubauen. Wie BHP mitteilte, umfasst das Ziel auch den Verkauf einer Beteiligung an der Infrastruktur für die Stromversorgung seiner australischen Eisenerzminen im Wert von 2 Milliarden Dollar im Dezember. Zu den Vermögenswerten, die zum Verkauf stehen könnten, gehörten weitere Stromnetze und Entsalzungsanlagen, sagte Chief Financial Officer Vandita Pant.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++
07:30 DE/Ottobock SE & Co. KGaA, vorläufiges Jahresergebnis
17:50 FR/Carrefour SA, Jahresergebnis
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
- DE
08:00 Verbraucherpreise (endgültig) Januar
PROGNOSE: +0,1% gg Vm/+2,1% gg Vj
vorläufig: +0,1% gg Vm/+2,1% gg Vj
zuvor: 0,0% gg Vm/+1,8% gg Vj
HVPI
PROGNOSE: -0,1% gg Vm/+2,1% gg Vj
vorläufig: -0,1% gg Vm/+2,1% gg Vj
zuvor: +0,2% gg Vm/+2,0% gg Vj
08:00 Arbeitsmarktdaten Januar
Arbeitslosengeldbezieher
Arbeitslosenquote 3 Monate (ILO)
PROGNOSE: 5,1%
zuvor: 5,1%
11:00 ZEW-Index Konjunkturerwartungen Februar
PROGNOSE: 65,0
zuvor: 59,6
Konjunkturlage
PROGNOSE: -65,0
zuvor: -72,7
- US
14:30 Empire State Manufacturing Index Februar
PROGNOSE: 10,0
zuvor: 7,7 +++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++
Index zuletzt +/- % DAX Futures 24.777,00 -0,4% E-Mini-Future S&P-500 6.804,40 -0,5% E-Mini-Future Nasdaq-100 24.544,70 -0,8% Nikkei-225 (Tokio) 56.400,48 -0,7% Hang-Seng (Hongk.) FEIERTAG Shanghai-Comp. FEIERTAG Montag: INDEX zuletzt +/- % DAX 24.800,91 -0,5% DAX-Future 24.885,00 -0,3% XDAX 24.831,00 +0,1% MDAX 31.364,56 +0,2% TecDAX 3.654,00 -0,0% SDAX 17.797,63 -0,2% Euro-Stoxx-50 5.978,88 -0,1% Stoxx-50 5.154,01 +0,1% Dow-Jones 49.500,93 +0,1% (Fr.) S&P-500 6.836,17 +0,0% (Fr.) Nasdaq Composite 22.546,67 -0,2% (Fr.)
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
EUROPA
Ausblick: Europas Börsen dürften mit Abgaben in den Dienstag starten. Im Handel ist von Zurückhaltung vor der für den Berichtstag angesetzten zweiten Runde der Gespräche zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump hat die Möglichkeit eines Militärschlags immer wieder betont. Daneben belastet die Sorge vor durch KI ausgelösten Disruptionen weiter. "Die Angst vor hohen KI-Investitionen und hohen KI-Bewertungen hält viele aktuell vom Aktienkauf ab. Es wird jetzt spannend, wie lange Europa das positivere Eigenleben beibehalten kann. Seit Jahresbeginn hat sich der Euro-Stoxx-50 mehr als 5 Prozent besser entwickelt als der US-Techindex NASDAQ 100", sagt Thomas Altmann von QC Partners. Nach dem US-Feiertag vom Vortag sollte sich das Geschäft am Dienstag beleben. Das Handelsvolumen im DAX war zu Wochenbeginn unterdurchschnittlich niedrig. "Kauflaune wollte trotz des leichten Kursrückgangs nicht so recht aufkommen. Die wirklich Kaufbereiten warten offenbar auf größere Kursrückgänge, wie wir sie in diesem Jahr bereits mehrfach gesehen haben", so QC Partners.
Rückblick: Das Geschäft verlief bei sehr dünnen Umsätzen. In Asien blieben die Aktienmärkte in China und Südkorea geschlossen wegen des Neujahrsfestes - und auch an der Wall Street wurde nicht gehandelt wegen des Feiertages "Washington's Birthday". Die kurzzeitige Erholung am Freitag entpuppte sich damit nach Einschätzung von CMC zumindest zum Start in die neue Woche als Strohfeuer. Die Industrie im Euroraum hatte ihre Produktion im Dezember stark gedrosselt. Zwar fiel die Produktion nicht ganz so deutlich wie befürchtet, Kaufargumente lieferten die Daten jedoch auch nicht. Roche (+0,4%) hatte positive Phase-III-Ergebnisse bei ihrem Blutkrebsmittel Gazyva/Gazyvaro gemeldet. Zurich Insurance (+1%) bekommt mehr Zeit für die Vorlage eines offiziellen Angebots für den britischen Cyber-Versicherer Beazley (-0,8%).
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Leichter - Der DAX wurde von einem Absturz bei Siemens belastet. Die Aktie war mit minus 6,4 Prozent Tagesverlierer im DAX. Die Aktien wurden mit dem größten Aufschlag gegenüber Vergleichsunternehmen seit einem Jahrzehnt gehandelt und lagen "deutlich über einem Niveau, das sich rechtfertigen lässt", urteilte Analyst Joachim Klement von Panmure Liberum. Obwohl der Ausbau von Rechenzentren in Europa und die Nachfrage aus der Industrieautomatisierung die Aktie stützten, litten zwei der drei Sparten des Unternehmens unter einer gedämpften Auftragslage. Auch der Gewinnausblick des Unternehmens deute darauf hin, dass die Aktie überbewertet sei. Im Handel hieß es, die Aktie sei zu teuer. Für Siemens Energy ging es dagegen 1,1 Prozent nach oben. Das starke erste Quartal hat für RBC den Anlagefall auf breiter Basis gestärkt. SAP verloren 2 Prozent - die Aktie gilt als möglicher KI-Verlierer. Die Kapitalmarktveranstaltung von Fincantieri habe Argumente für die TKMS-Aktie geliefert, hieß es von MWB. TKMS rückten um 6 Prozent vor.
XETRA-NACHBÖRSE
Laut einem Händler von Lang & Schwarz hat sich am Montag bis zum frühen Abend (19:00h) im Handel mit deutschen Aktien nach Xetra-Schluss nicht mehr viel getan. "Es gab weder auffällige Aktien noch handelbare Nachrichten", sagte der Marktteilnehmer.
USA - AKTIEN (Freitag)
Wenig verändert - Die Inflationsdaten waren zwar günstig ausgefallen, nach Ansicht von Beobachtern jedoch nicht so günstig, dass sich der Markt Hoffnung auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank machen könnte. Gleichwohl hat der jüngste US-Arbeitsmarktbericht auf einen robusten Zustand der US-Konjunktur hingedeutet. Teilnehmer sprachen aber auch von einer Stabilisierung nach den kräftigen Verlusten am Vortag, die vor allem den Technologie-Sektor belastet hatten. Vor dem langen Wochenende hielten sich die Anleger zudem zurück, denn in den USA bleiben die Börsen am Montag wegen eines Feiertags geschlossen. Unter den Einzelwerten an der Börse sprangen Applied Materials um 8,1 Prozent nach oben, nachdem der Konzern dank der hohen KI-Nachfrage überzeugende Zahlen vorgelegt hat. Arista Networks verbesserten sich um 4,8 Prozent. Das Unternehmen hat mit Quartalszahlen und Ausblick die Erwartungen übertroffen. Auch die Quartalszahlen von Airbnb sind überraschend gut ausgefallen, was der Aktie zu einem Plus von 4,7 Prozent verhalf. Für Expedia ging es dagegen um 6,5 Prozent abwärts, obwohl das Unternehmen ebenfalls besser abgeschnitten hat als erwartet. Analysten sorgten sich jedoch, dass KI Online-Reisebüros vollständig ersetzen könnte.
USA - ANLEIHEN (Freitag)
Die Renditen zehnjähriger Papiere fielen um 6,0 Basispunkte auf 4,04 Prozent. Die Abschwächung der Inflation stützte die Erwartung von Zinssenkungen durch die Fed.
+++++ DEVISENMARKT +++++
Devisen zuletzt +/- % 0:00 Vortag Mo, 18:01 Uhr % YTD EUR/USD 1,1844 -0,1% 1,1852 1,1853 +1,0% EUR/JPY 181,06 -0,5% 181,94 181,90 -1,6% EUR/CHF 0,9108 -0,1% 0,9119 0,9119 -2,1% EUR/GBP 0,8700 +0,1% 0,8693 0,8697 -0,3% USD/JPY 152,87 -0,4% 153,52 153,47 -2,6% GBP/USD 1,3612 -0,1% 1,3630 1,3629 +1,3% USD/CNY 6,9246 -0,0% 6,9255 6,9255 -1,2% USD/CNH 6,8892 +0,1% 6,8846 6,8860 -1,1% AUS/USD 0,7066 -0,1% 0,7073 0,7074 +5,9% Bitcoin/USD 68.334,70 -0,3% 68.565,25 67.927,40 -22,3%
Der Dollar legte in einem dünnen Feiertagshandel am Montag leicht zu - der Dollar-Index gewann 0,2 Prozent. Die Positionierung des US-Dollar hatte im Februar laut der jüngsten Umfrage der Bank of America den negativsten Stand seit mehr als 14 Jahren erreicht. Die Short-Positionierung im US-Dollar ist die größte seit Januar 2012, dem frühesten Jahr, für das die Bank Daten vorliegen. Der Euro wurde etwas von den schwachen Produktionsdaten belastet.
+++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 4.898,67 4.992,50 -1,9% -93,83 +16,7% Silber 74,44 76,63 -2,8% -2,18 +8,5% Platin 1.691,69 1.726,12 -2,0% -34,43 -0,6% Kupfer 5,71 5,76 -0,9% -0,10 +2,4% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortages
Bei Gold (-1,0%) wurden am Montag angesichts der Dollar-Stärke Gewinne eingestrichen, nachdem sich das Edelmetall am Freitag noch deutlich verteuert hatte.
ÖL
ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 63,22 63,60 -0,6% -0,38 +9,3% Brent/ICE 68,24 68,65 -0,6% -0,41 +11,2%
Der weiter schwelende Konflikt zwischen den USA und dem Iran trieb die Ölpreise am Montag um rund 1 Prozent nach oben. Gebremst wurde der Preisanstieg von der Aussicht auf eine steigende Förderung der Gruppe Opec+. Diese dürfte ihre Förderung wieder steigern, nachdem sie die Anhebungen im ersten Quartal ausgesetzt hatte, erläuterte Rohölanalyst Naveen Das von Kepler.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++
NORMA
hat im vergangenen Jahr die selbst gesteckten Ziele erreicht. Wie Norma mitteilte, ging der Konzernumsatz nach vorläufigen Berechnungen auf 821,7 Millionen von 881,8 Millionen Euro im Jahr 2024 zurück. Norma begründete den Umsatzrückgang mit negativen Währungseffekten, der allgemeinen Marktschwäche in wichtigen Kundenindustrien wie Lkw-Produktion und Bauwirtschaft sowie dem schwachen Distributionsgeschäft mit Verbindungskomponenten. Das bereinigte EBIT brach auf 6,3 Millionen von 33 Millionen Euro ein. Hier belasteten den Angaben zufolge insbesondere hohe Personalkosten und Sonderkosten für Logistik. Die bereinigte EBIT-Marge erreichte 0,8 (2024: 3,7) Prozent. In Aussicht gestellt hatte Norma einen Umsatz von rund 810 bis 830 Millionen Euro sowie eine bereinigte EBIT-Marge zwischen 0 und 1 Prozent. Den operativen Netto-Cashflow gab Norma mit 95,6 (Vorjahr 105,4) Millionen Euro an.
NORWEGIAN CRUISE LINE
Der aktivistische Investor Elliott Investment Management hat eine Beteiligung von mehr als 10 Prozent an Norwegian Cruise Line aufgebaut. Wie mit der Angelegenheit vertraute Personen weiter sagten, will Elliott auf Veränderungen dringen, um den Kreuzfahrtbetreiber wieder auf Kurs zu bringen. Norwegian ist gemessen an der Passagierzahl der viertgrößte Kreuzfahrtbetreiber der Welt und kommt auf einen Marktwert von rund 10 Milliarden US-Dollar.
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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/flf/ros
(END) Dow Jones Newswires
February 17, 2026 01:32 ET (06:32 GMT)
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17.02.2026 @ 09:23:11


