PRESSESPIEGEL/Unternehmen

17.02.2026 / 06:28 Uhr

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

TESLA - Die IG Metall fordert vor den Betriebsratswahlen im Tesla-Werk Grünheide Anfang März bessere Arbeitsbedingungen ein. "In einer Umfrage haben die Beschäftigten sehr deutlich gemacht, dass die Arbeit in der Gigafactory ein Knochenjob ist", sagte IG-Metall Bezirksleiter Jan Otto der Süddeutschen Zeitung. "Entlastung gibt es, wenn überhaupt, nur, wenn das Unternehmen wegen Absatzproblemen die Produktion herunterfahren muss. Der managementnahe Betriebsrat hat in all den Jahren nichts gemacht, um den Druck auf die Kolleginnen und Kollegen zu senken." Im Betriebsrat von Tesla hat bisher eine Fraktion um die Ex-Managerin Michaela Schmitz die Mehrheit. Dabei kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen mit der IG Metall, die bisher 40 Prozent der Betriebsräte stellt. Die Gewerkschaft legt einen Zehn-Punkte-Plan für bessere Arbeitsbedingungen vor, der der SZ vorliegt, und fordert darin auch weniger Stress. (Süddeutsche Zeitung)

LBP - Der französische Vermögensverwalter LBP Asset Management nimmt den deutschen Mittelstand ins Visier. Dazu eröffnet die Banque-Postale-Tochter ein Büro in Frankfurt. "Deutschland ist eine wichtige Etappe unserer Europa-Expansion", sagt Peter Arnold, Private-Markets-Chef von LBP AM in Europa. Ziel sei es, mit der europäischen Private-Markets-Plattform bis 2030 auf ein verwaltetes Vermögen von 20 Milliarden Euro zu kommen. Stand Ende 2025 hatte die Plattform 10 Milliarden Euro an Kapital aufgenommen. Die 2012 gegründete Private-Markets-Sparte von LBP AM vergibt neben Unternehmenskrediten auch Infrastruktur- und Immobiliendarlehen. "Wir investieren in Unternehmen ab einem EBITDA von 8 Millionen Euro", sagt Arnold. Man suche vor allem Familienunternehmen mit bevorstehendem Generationenwechsel, die von einem Private-Equity-Partner begleitet werden können. (Börsen-Zeitung)

VOLVO TRUCKS - Trotz der Unsicherheit über die von US-Präsident Donald Trump angestoßenen Handelskonflikte mit Europa und Mexiko treibt der schwedische Lkw-Hersteller seine Expansion in Nordamerika voran. In der zweiten Jahreshälfte will Volvo ein zusätzliches Werk im mexikanischen Monterrey für den schwächelnden nordamerikanischen Markt hochfahren. Dafür investiert der Konzern vor Ort bis zu einer Milliarde Dollar. "Wir fühlen uns gut mit diesem Engagement: Der Großteil wird in der Region für die Region produziert", sagt Lundstedt dem Handelsblatt. Für Volvo Trucks steht Nordamerika für knapp ein Drittel des globalen Umsatzes. Um zum US-Marktführer Daimler Truck aufzuschließen, will Lundstedt deutlich stärker vor Ort investieren. In den USA plant er, künftig auch Baumaschinen herstellen zu lassen, die es am dortigen Markt bislang nicht gibt. "Wir hoffen, dass wir die Produktion im zweiten Halbjahr 2026 aufnehmen können", sagt er. (Handelsblatt)

PALANTIR - Das umstrittene US-Softwareunternehmen verklagt das kleine Schweizer Onlinemagazin Republik. Grund ist eine zweiteilige Recherche, die Republik im Dezember zusammen mit dem unabhängigen Recherchekollektiv WAV veröffentlicht hat. In der legen die Autoren den Verdacht dar, dass Palantir über sieben Jahre hinweg vergeblich versucht haben soll, mit Schweizer Bundesbehörden und der Armee zusammenzuarbeiten. Palantir stellt Softwareanwendungen her, die von Militär, Geheimdiensten und Polizeibehörden etwa zur Terrorabwehr genutzt werden. Der Recherche zufolge soll das Bundesamt für Rüstung geprüft haben, die Palantir-Software für das "Informatiksystem Militärischer Nachrichtendienst" zu verwenden, sich aber letztendlich doch dagegen entschieden. Denn: Das Risiko sei zu hoch, dass "vertrauliche Daten der Schweizer Armee an die amerikanischen Geheimdienste CIA und NSA" gelangen könnten. Nun will Palantir vor Gericht eine Gegendarstellung durchsetzen. (Süddeutsche Zeitung)

GETIR - Die Gründer des türkischen Lebensmittel-Lieferdienstes Getir verklagen die Mubadala Investment Company aus Abu Dhabi auf mindestens 700 Millionen US-Dollar, weil der Fonds bei der Umstrukturierung des Unternehmens versprochene Vermögenswerte nicht übergeben habe. Die Mitgründer von Getir, Nazim Salur und Serkan Borancili, machen geltend, dass sie "erhebliche Verluste erlitten" hätten, nachdem Mubadala eine Vereinbarung aus dem Jahr 2024 gebrochen habe, ihnen eine Reihe von Vermögenswerten zu übertragen, darunter eine wertvolle Tech-Finanz-App, Getir Finance, wie aus einer am Freitag beim Londoner High Court eingereichten Klage hervorgeht. Mubadala hatte vergangene Woche den Verkauf von Getirs Lebensmittel-Lieferdienst in der Türkei für 335 Millionen Dollar an Uber bekanntgegeben. (Financial Times)

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February 17, 2026 00:27 ET (05:27 GMT)

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