PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
17.02.2026 / 06:23 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
UKRAINE - Die Ukraine will bereits im kommenden Jahr der EU beitreten. "Wir wünschen uns einen Beitritt so schnell wie möglich - gern auch schneller, als er nach dem geltenden Regelwerk möglich ist", sagte der stellvertretende Premierminister Taras Kachka dem Handelsblatt. Aus seiner Sicht rechtfertige der russische Angriffskrieg eine Ausnahme. "Wir haben keine zehn Jahre Zeit, um zu zeigen, dass wir europäische Standards erfüllen", sagte Kachka. Brüssel erwägt eine "Mitgliedschaft light", was einige EU-Staaten ablehnen. (Handelsblatt)
EINKOMMENSSTEUER - Die von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann ins Spiel gebrachte Entlastung bei der Einkommensteuer würde zu einem staatlichen Einnahmen-Minus in Milliardenhöhe führen. "Der Vorschlag bedeutet Entlastungen in Höhe von 9 Milliarden Euro im Jahr", sagte DIW-Steuerexperte Stefan Bach der Zeitung Welt. Die mögliche Steuerersparnis durch die neue Spitzensteuersatz-Grenze bei einem zu versteuernden Einkommen von 80.000 Euro im Jahr, wie Linnemann sie am Wochenende vorgeschlagen hatte, beträgt nach DIW-Berechnungen bis zu 1.000 Euro für Singles und bis zu 2.000 Euro für Paare. Dafür müssten die Haushalte zu den oberen 10 Prozent der Einkommensbezieher gehören. "Um die Reform aufkommensneutral zu gestalten, müsste man den Spitzensteuersatz bis 47 Prozent hochziehen", sagte Bach. Die 47 Prozent würden dann bei einem zu versteuernden Einkommen von 97.200 Euro erreicht. (Welt)
MEHRWERTSTEUER - Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, erwartet eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 2 Punkte auf 21 Prozent zur Deckung der Haushaltslöcher. Beide Parteien in der schwarz-roten Koalition hätten "ihre roten Linien abgesteckt und sind offenbar nicht bereit, sie aufzugeben", sagte Fratzscher dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Die Union lehnt Steuererhöhungen ab, die SPD will nicht beim Sozialstaat sparen. Subventionsabbau wollen beide nicht", so der Ökonom. Es sei davon auszugehen, dass die Koalition es sich "am Ende leicht machen wird" und die Mehrwertsteuer erhöht, um das Loch von über 130 Milliarden Euro in den Jahren 2027 bis 2029 zu stopfen. Dies sei allerdings "sozial fatal", denn das träfe Menschen mit geringen Einkommen überproportional stark. (Redaktionsnetzwerk Deutschland)
HANDELS-NATO - Der deutsche Außenhandel gerät immer tiefer in Schwierigkeiten. Das belegt eine Umfrage des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), die dem Handelsblatt vorliegt. 76 Prozent der Unternehmen gaben an, dass sich ihre Geschäftstätigkeit im Außenhandel rückläufig oder stark rückläufig entwickelt. "Wir erleben derzeit tektonische Verschiebungen, und wir sind da erst am Anfang", sagte BGA-Präsident Dirk Jandura. Er bringt deshalb eine "Handels-Nato" als Zusammenschluss der EU mit anderen Ländern ins Spiel, die bei handelspolitischen Angriffen etwa aus den USA oder China gemeinsam Gegenmaßnahmen ergreift. (Handelsblatt)
WELTRAUMSICHERHEIT - Der Chef der Airbus-Verteidigungssparte, Michael Schöllhorn, warnt vor einer wachsenden Bedrohung im All. Europa habe in den vergangenen Jahren "sehr naiv in den Weltraum geschaut", sagte Schöllhorn dem Handelsblatt. Bereits jetzt habe "jeder Satellit der Bundeswehr einen russischen Begleiter, der ihn umkreist, inspiziert und beäugt". Zudem würden Satelliten zunehmend elektronisch gestört oder geblendet. Um Risiken früh zu erkennen, brauche Europa eigene Schutzsysteme. "Wir müssen auch elektronisch stören und blenden können, wir müssen auch beobachten, Satelliten übernehmen oder aus dem Orbit ziehen können. Und vielleicht müssen wir eines Tages auch schießen", sagte Schöllhorn. (Handelsblatt)
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