PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
16.02.2026 / 06:43 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
STEUERN - Der Präsident des Münchener Ifo-Instituts, Clemens Fuest, sieht für den Vorstoß von Generalsekretär Carsten Linnemann (CDU) zur Entlastung bei der Einkommensteuer nur geringes Potenzial. Linnemann hatte vorgeschlagen, die Schwelle für den Spitzensteuersatz von rund 68.000 Euro auf 80.000 Euro Jahresbrutto anzuheben, um den sogenannten Mittelstandsbauch abzuflachen. Fuest sagte dem Handelsblatt: "Es kommt einfach darauf an, um wie viel man die Steuerzahler entlasten will." Eine Verschiebung des Tarifs, sodass der vorläufige Spitzensteuersatz später greife, "brächte schon eine gewisse Entlastung". Kombiniere man dies mit einer Abflachung des Mittelstandsbauches, "dann ist die Entlastung eben größer". Skeptisch äußerte sich Fuest zur Gegenfinanzierung. "Natürlich kann man den Spitzensteuersatz erhöhen, aber es ist schwer, damit eine spürbare Entlastung der Mittelschicht zu finanzieren", sagte er. (Handelsblatt)
RENTE - Die von der Bundesregierung eingesetzte Alterssicherungskommission (ASK) zur Reform der gesetzlichen Rente will auch über eine Ausweitung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre beraten. Das meldet Bild unter Berufung auf Kommissionskreise. Demnach soll beim nächsten Treffen des 13-köpfigen Expertengremiums am 23. Februar in Berlin diskutiert werden, wie eine mögliche Ausweitung erfolgen könnte. Unter anderem werde es um die Frage gehen, wie hoch die Abschläge bei einem Renteneintritt vor dem 70. Lebensjahr ausfallen sollen, heißt es demnach laut Bild in den Kreisen. Zugleich wollen die Experten prüfen, wie ein längeres Arbeiten auch über das 70. Lebensjahr hinaus attraktiver gestaltet werden kann. Dem Vernehmen nach ist eine "sehr großzügige" finanzielle Belohnung für einen späteren Renteneintritt im Gespräch. Eine Empfehlung könnte bereits im Frühjahr vorliegen. (Bild)
REFORMEN - Nicola Leibinger-Kammüller, Vorstandsvorsitzende des Maschinenbauers Trumpf, fordert die Bundesregierung zu grundlegenden Reformen auf. "Es ist ein brutaler Transformationsprozess, in dem wir uns alle befinden. Wir müssen die Bedingungen in unserem Land wie in der Republik deshalb schnell verändern, damit es der Industrie so leicht wie möglich gemacht wird. Die Bremsklötze, die wir entfernen können, müssen nun endlich weg", sagte die 66 Jahre alte Unternehmerin im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). "Unser solidarisches System ist auf das Höchste gefährdet, wenn wir nicht wieder in eine Balance kommen zwischen sozialen Errungenschaften und florierender Wirtschaft." (FAZ)
CHINA-REISE - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reist Ende Februar erstmals nach China. Dabei wird er von 30 hochrangigen Wirtschaftsvertretern begleitet. Die Teilnehmerliste, die dem Handelsblatt vorliegt, umfasst unter anderem die Chefs dieser DAX-Konzerne: Bill Anderson (Bayer), Oliver Blume (Volkswagen), Roland Busch (Siemens), Björn Gulden (Adidas), Ola Källenius (Mercedes-Benz), Carsten Knobel (Henkel), Tobias Meyer (DHL), Bettina Orlopp (Commerzbank), Oliver Zipse (BMW). Auch die Chefs des Chemiekonzerns Covestro, Markus Steilemann, des Pharmaunternehmens Boehringer-Ingelheim, Hubertus von Baumbach, sowie der Geschäftsführer der Verkehrsflugzeug-Sparte von Airbus, Lars Wagner, gehören der Delegation an. Nach Informationen des Handelsblatts war das Interesse aus der Wirtschaft, an der Reise teilzunehmen, deutlich größer als die Zahl der verfügbaren Plätze. (Handelsblatt)
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