MÄRKTE EUROPA/Behauptet - Novo Nordisk brechen ein
04.02.2026 / 14:01 Uhr
DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte notieren am Mittwochmittag behauptet. Positiv ist, dass der "Claude-Crash" unter den US-Softwareunternehmen abgemildert auf Europa übergesprungen ist. Das Unternehmen Anthropic veröffentlichte am Vortag ein spezialisiertes Legal-Plug-in für seinen KI-Dienst Claude. Dies löste an der Wall Street einen Ausverkauf bei Software-Unternehmen im Bereich Datenanalyse aus. In Europa stehen schon lange Aktien der Unternehmen unter Druck, die "Software as a Service" (SaaS) anbieten. Während das Geschäftsmodell wegen der regelmäßigen Gebühren lange Zeit von Investoren favorisiert wurde, werde es nun gemieden. Wann die disruptive Kraft der KI andere Geschäftsmodelle zerstört, ist allenfalls eine Frage der Zeit, heißt es. Investoren legen ihr Geld momentan lieber in Industrie und Sachwerten an, Software dürfte noch eine Weile gemieden werden.
Der DAX verliert 0,4 Prozent auf 24.690 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legt dagegen um 0,2 Prozent zu auf 6.006 Punkte. Zu den Gewinnern gehören die Chemie- und Telekom-Werte, die um bis zu 3,5 Prozent zulegen. Aber auch Minenwerte sowie Öl- und Gaswerte gewinnen bis zu 1,7 Prozent. In London steigt der FTSE-100-Index erneut auf ein Rekordhoch - unter anderem wegen der dort gelisteten Minen- und Ölwerte. Zudem bauen die Aktien von GSK ihre Gewinne auf 4,1 Prozent aus. Das Pharma-Unternehmen hatte gute Zahlen zum vierten Quartal vorgelegt. Beazley springen um 8,5 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen einer Übernahme durch die Zurich Insurance Group (+3,1%) zugestimmt hatte.
Inflation sinkt vorübergehend
Die Inflation im Euroraum ist im Januar überraschend deutlich von 2,0 auf 1,7 Prozent gefallen. Für die Volkswirte der Commerzbank ist dies teilweise auf Sondereffekte bei den Energiepreisen zurückzuführen. Aber auch die Kernteuerungsrate ohne Energie, Nahrungs- und Genussmittel hat auf 2,2 Nachgegeben nachgegeben. In den kommenden Monaten dürfte die Kernrate weiter sinken. Die Commerzbank geht jedoch nicht davon aus, dass diese Bewegungen die Europäische Zentralbank (EZB) zu neuen Zinsschritten motivieren wird.
Novo Nordisk brechen ein
Novo Nordisk verlieren an der Börse Kopenhagen 16,6 Prozent. Bei dem Pharmakonzern zeigen sich die Spuren des Wettbewerbs um Abnehmspritzen immer deutlicher: Novo warnte vor geringeren Preisen für Ozempic und Wegovy in den USA. Obwohl der Markt wegen des Gegenwinds in diesem Jahr einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn erwartet habe, sei die Prognose schwächer als erwartet, so Soren Lontoft Hansen, Senior Analyst bei der Sydbank. Ein Aktienrückkauf von bis zu 15 Milliarden Dänischen Kronen sei positiv, fügt er hinzu.
Für Infineon geht es nach Zahlen um 1,4 Prozent nach unten. Der Konzern lieferte ein solides, aber saisonal schwächeres erstes Quartal des Geschäftsjahres 2026 ab, heißt es von MWB. Die Übernahme des nicht-optischen Analog-/Mixed-Signal-Sensorportfolios von AMS-Osram stelle eine starke strategische Ergänzung zu einem attraktiven Preis dar.
Henkel legen um 1,7 Prozent zu, der Konsumgüterkonzern übernimmt den Anbieter von Hochleistungs-Spezialbeschichtungen Stahl für 2,1 Milliarden Euro von der französischen Private-Equity-Gesellschaft Wendel SE. Die Stahl Group beliefert weltweit führende Unternehmen in den Bereichen Automobil, Mode & Lifestyle sowie Verpackungen und erzielte im vergangenen Jahr einen bereinigten Umsatz von rund 725 Millionen Euro. Clariant (+12%) und BASF (+3,8%) sind ebenfalls Aktionäre von Stahl und halten zusammen rund 30 Prozent.
Mit der Unruhe um die neue KI-Anwendung von Anthropic verlieren SAP 3,5 Prozent, Scout24 fallen um 5,4 Prozent oder LSE um 1,5 Prozent.
Die Aktien von Santander büßen 2,4 Prozent ein. Hier kommt die Nachricht über den Kauf von Webster Financial in den USA schlecht an. "Der Markt hört im Moment nicht gerne, wenn jemand bei diesem politischen Rahmen sein US-Exposure sogar noch erhöht", sagt ein Händler. Für UBS geht es nach Zahlenvorlage um 3,6 Prozent nach unten, und das obgleich die Quartalszahlen besser als erwartet ausgefallen sind.
PVA Tepla brechen nach Jahreszahlen um 11,4 Prozent ein. Der Maschinen- und Anlagenbauer hat im vergangenen Jahr seine abgespeckten Ziele erreicht und für das laufende Jahr ein moderates Umsatz- und Ergebniswachstum in Aussicht gestellt.
=== INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD Euro-Stoxx-50 6.005,99 +0,2% 10,64 +3,5% Stoxx-50 5.129,20 -0,1% -4,23 +4,4% DAX 24.690,14 -0,4% -90,65 +1,2% MDAX 31.753,46 +0,7% 216,13 +3,0% TecDAX 3.604,63 -0,0% -1,09 -0,5% SDAX 18.034,18 +0,2% 30,06 +4,8% CAC 8.254,35 +0,9% 74,85 +0,4% SMI 13.466,81 +0,7% 94,23 +0,8% ATX 5.741,03 +0,1% 8,10 +7,6% DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Di, 17:59 Uhr % YTD EUR/USD 1,1820 +0,0% 1,1819 1,1818 +0,6% EUR/JPY 185,20 +0,6% 184,08 184,01 -0,1% EUR/CHF 0,9170 +0,1% 0,9163 0,9158 -1,5% EUR/GBP 0,8616 -0,2% 0,8630 0,8627 -1,0% USD/JPY 156,68 +0,6% 155,76 155,70 -0,7% GBP/USD 1,3719 +0,2% 1,3695 1,3700 +1,7% USD/CNY 6,9554 -0,0% 6,9586 6,9575 -1,0% USD/CNH 6,9376 +0,0% 6,9344 6,9335 -0,6% AUS/USD 0,7029 +0,2% 0,7018 0,7019 +5,3% Bitcoin/USD 76.078,80 +0,6% 75.589,85 76.511,45 -11,1% ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 63,48 63,21 +0,4% 0,27 +10,3% Brent/ICE 67,42 67,33 +0,1% 0,09 +10,9% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 5.052,28 4.946,40 +2,1% 105,88 +14,5% Silber 89,96 85,42 +5,3% 4,54 +19,4% Platin 1.943,40 1.879,26 +3,4% 64,14 +7,5% Kupfer 6,04 6,09 -0,8% -0,05 +5,5% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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February 04, 2026 08:00 ET (13:00 GMT)
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