MARKT USA/Wall Street leichter erwartet
02.02.2026 / 11:53 Uhr
Zum Start in die neue Woche zeichnen sich abermals Verluste an den US-Börsen ab. Der S&P-Future liegt vorbörslich 0,7 Prozent im Minus, der Nasdaq-Future verliert 1 Prozent. Während des asiatisch dominierten Handels am frühen Montag hatten die US-Futures allerdings schon deutlich tiefer gelegen, belastet von heftigen Verlusten vor allem bei Technologiewerten. Ursächlich für den Ausverkauf im Sektor seien wiedererwachte Befürchtungen einer KI-Blase gewesen, sagen Händler.
Thema bleibt ferner die Nominierung von Kevin Warsh als Nachfolger des US-Notenbankchairman Jerome Powell. Warsh gilt als einer der falkenhafteren unter den als Powell-Nachfolger gehandelten Kandidaten, was Zinssenkungsfantasien dämpft. Der Senat muss der Personalie noch zustimmen. Noch nicht beigelegt ist derweil der Haushaltsstreit und die damit verbundene Schließung von Behörden und anderen staatlichen Einrichtungen seit Samstag.
An Konjunkturdaten werden am Montag die ISM-Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende und das nicht-verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Das Highlight der Woche dürften jedoch die Arbeitsmarktdaten für Januar sein, die aber erst am Freitag bekannt gegeben werden. Unternehmensseitig wird vorbörslich Walt Disney über den Verlauf des ersten Geschäftsquartals berichten. Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge beabsichtigt Disney-CEO Bob Iger, noch vor Ablauf seines Vertrags (31. Dezember) zurückzutreten. Nach Handelsschluss wird Palantir die Zahlen zum vierten Quartal vorlegen.
Oracle-Aktien fallen vorbörslich um 3,5 Prozent. Das Unternehmen will sich in diesem Jahr zwischen 45 und 50 Milliarden US-Dollar besorgen. Mit dem Geld will Oracle seine Wette auf das Cloud-Computing für KI-Anwendungen finanzieren.
Nvidia geben um 1,9 Prozent nach. Der Plan des Unternehmens, bis zu 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI zu investieren, um das Training und den Betrieb neuester KI-Modelle zu unterstützen, liege auf Eis, berichten informierte Personen. Bei Nvidia seien Zweifel an dem Geschäft aufgekommen.
Unter Druck stehen Aktien mit Bitcoin-Bezug, nachdem der Kurs der Kryptowährung über das Wochenende abgesackt ist. Der Kurs von Strategy fällt um 7,2 Prozent. Das Unternehmen hält die größten Bitcoin-Bestände. Coinbase und Robinhood Markets verbilligen sich um 4,2 bzw. 3 Prozent.
Am Devisenmarkt zeigt sich der Dollar stabil. Die US-Währung hatte sich am Freitag dank der Fed-Personalie etwas von vorangegangenen Verlusten erholt. Dagegen geben die Anleiherenditen etwas nach. Die Zehnjahresrendite sinkt um 3 Basispunkte auf 4,21 Prozent.
Der Ausverkauf bei Gold und Silber setzt sich am Montag fort. Die Feinunze Gold ermäßigt sich um 4,5 Prozent auf 4.674 Dollar. Der Silberpreis fällt um 5,7 Prozent. Marktteilnehmer sprechen von andauernden Gewinnmitnahmen. Verschärfend hinzu kämen erhöhte Einschussforderungen (Margins) der Terminbörsen.
Auch die Erdölpreise stehen heftig unter Druck. Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hätten Angebotssorgen zerstreut, heißt es. Daneben hatten mehrere Mitglieder der Opec+-Staaten am Sonntag vereinbart, die Fördermengen unverändert zu lassen.
Kontakt: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/cln/ros
(END) Dow Jones Newswires
February 02, 2026 05:52 ET (10:52 GMT)
Bitte beachten Sie das Regelwerk
DAX®, MDAX®, TecDAX® und SDAX® sind eingetragene Markenzeichen der ISS STOXX Index GmbH
EURO STOXX®-Werte bezeichnet Werte der Marke „EURO STOXX“ der STOXX Limited und/oder ihrer Lizenzgeber
TRADEGATE® ist eine eingetragene Marke der Tradegate AG
Kurse in EUR; Fremdwährungsanleihen in der jeweiligen Währung
Zeitangaben in CET (UTC+1)
Top 5 Umsatz
Letzte Aktualisierung:
02.02.2026 @ 15:52:47


