PRESSESPIEGEL/Unternehmen

28.01.2026 / 06:44 Uhr

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

SAP - Nach einer Klage des Konkurrenten o9 zieht SAP personelle Konsequenzen. Der DAX-Konzern hat nach Handelsblatt-Informationen drei Führungskräfte von ihren Aufgaben freigestellt. Ein Sprecher bestätigte, dass "derzeit drei Personen aus dem Unternehmen ausscheiden". Warum es zur Trennung kommt, blieb zunächst offen. Die Manager waren 2025 von o9 zu SAP gewechselt. Der US-Softwarespezialist wirft ihnen vor, zuvor vertrauliche Unterlagen heruntergeladen zu haben, und zwar in Absprache mit Top-Managern des deutschen Konzerns - der habe sich in einer "aggressiven Kampagne" Geschäftsgeheimnisse aneignen wollen, heißt es in der Klage vor einem Gericht in Texas. Diese wurde im November 2025 eingereicht. SAP wies die Vorwürfe am Dienstag zurück: Hinweise auf ein Fehlverhalten seitens des Unternehmens habe die bisherige Überprüfung nicht ergeben. Der deutsche Konzern beantragte beim Gericht einen Antrag auf Klageabweisung. (Handelsblatt)

GEA - Gea zeigt sich weitgehend immun gegen die transatlantischen Handelskonflikte. Der Maschinen- und Anlagenbauer rechnet angesichts eines prall gefüllten Auftragsbuchs im laufenden Jahr mit weiteren Umsatz- und Margenverbesserungen. "Wir sehen weiterhin über unsere gesamte Produktpalette für die Nahrungsmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie eine gute Nachfrage", sagte CEO Stefan Klebert im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. Auch in den Vereinigten Staaten, für viele deutsche Maschinenbauer seit den Zollankündigungen ein schwieriger Markt, konnte sich Gea behaupten. Die Auftragslage in den USA sei weiterhin gut, so Klebert. "Auch die Zölle wirken sich nicht negativ aus, da wir diese in der Regel an die Kunden weitergeben können." Gea kommt zugute, dass es kaum direkte US-Wettbewerber gibt. Zudem besitzt der Konzern mehrere eigene Werke im Land. (Börsen-Zeitung)

SPACEX - Elon Musks Raketenhersteller SpaceX hat für einen geplanten Börsengang, der wahrscheinlich der weltweit größte IPO aller Zeiten sein dürfte, vier Wall-Street-Investmentbanken mandatiert. In den vergangenen Wochen haben Führungskräfte von SpaceX Gespräche mit Bankern von Bank of America, Goldman Sachs, JP Morgan Chase und Morgan Stanley geführt, und der Börsengang könnte in diesem Jahr über die Bühne gehen, wie die Financial Times unter Berufung auf informierte Personen berichtet. Im Dezember führte der Raketenkonzern Gespräche über einen privaten Aktienverkauf, der das Startup mit 800 Milliarden US-Dollar bewertet hätte - mehr als doppelt so viel wie sein bisheriger Wert von fast 400 Milliarden Dollar. Mit einem Börsengang dürfte SpaceX mehrere zehn Milliarden Dollar einnehmen und den bisherigen Rekord von Saudi Aramco aus dem Jahr 2019 mit 29 Milliarden Dollar höchstwahrscheinlich übertreffen. Die Banken lehnten eine Stellungnahme ab. SpaceX reagierte nicht sofort auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme. (Financial Times)

MULTIVERSE/STACKFUEL - Das britische Bildungsunternehmen Multiverse übernimmt das Berliner Startup Stackfuel. Das erfuhr die FAZ von den beteiligten Parteien. Multiverse wurde 2016 von Euan Blair gegründet, dem Sohn des ehemaligen britischen Premierministers Tony Blair. Blairs Unternehmen bietet eine Weiterbildungsplattform für Kompetenzen rund um Künstliche Intelligenz, Daten und Technologie an und schneidet die Programme spezifisch auf seine Unternehmenskunden zu. "Wir schauen uns den deutschen Markt schon seit geraumer Zeit an", sagte Euan Blair der FAZ. "Stackfuel ist in Deutschland führend auf seinem Gebiet und damit der perfekte Partner für unsere Expansion." Über den Kaufpreis haben die beiden Parteien Stillschweigen vereinbart. (FAZ)

FREENOW - In Hamburg sind autonome Autos schon im Straßenbild angekommen, wenn auch nur in begrenztem Umfang. Die Volkswagen-Tochtergesellschaft Moia schickt in mehreren Stadtteilen nordöstlich der Alster eine kleine Flotte selbstfahrender Shuttles auf die Straße - noch mit Sicherheitsfahrern an Bord, weil die Technik bislang an ihre Grenzen stößt. Nun öffnet sich die Hansestadt für ein weiteres Projekt, dieses Mal mit dem Unternehmen Freenow. Der Taxivermittler mit Hauptsitz in Hamburg will in ausgewählten Vierteln autonome Taxis einsetzen und hat darüber eine Vereinbarung mit dem Senat geschlossen. "Ein Meilenstein, nicht nur für Hamburg, sondern für ganz Deutschland", nennt das der Freenow-Chef Thomas Zimmermann im Gespräch mit der FAZ. (FAZ)

MOZILLA - Mark Surman will den Spagat schaffen - zwischen Nutzern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum einen zielt der Präsident des Entwicklers des Internetbrowsers Firefox, Mozilla, darauf ab, im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz (KI) mit neuen Angeboten eine ähnliche Relevanz wie im Internet-Zeitalter beizubehalten - und im besten Fall wieder an Bedeutung zu gewinnen. Zum anderen will er denjenigen helfen, die gern einen großen Bogen um jegliche KI-Angebote machen wollen. "Wir werden eine Art KI-Ausschaltknopf einführen", kündigt Surman im Gespräch mit dem Handelsblatt an. (Handelsblatt)

- Alle Angaben ohne Gewähr.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/brb/sha/mgo

(END) Dow Jones Newswires

January 28, 2026 00:43 ET (05:43 GMT)

zur Übersicht mit allen Meldungen

ein Service von
DOW JONES

Copyright © 2026 Tradegate Exchange GmbH
Bitte beachten Sie das Regelwerk

DAX®, MDAX®, TecDAX® und SDAX® sind eingetragene Markenzeichen der ISS STOXX Index GmbH
EURO STOXX®-Werte bezeichnet Werte der Marke „EURO STOXX“ der STOXX Limited und/oder ihrer Lizenzgeber
TRADEGATE® ist eine eingetragene Marke der Tradegate AG

Kurse in EUR; Fremdwährungsanleihen in der jeweiligen Währung
Zeitangaben in CET (UTC+1)