BASF verfehlt beim EBIT wegen höherer Restrukturierungskosten die Erwartungen

22.01.2026 / 19:55 Uhr

DOW JONES--Der Chemiekonzern BASF hat im vergangenen Jahr wegen deutlich höherer Restrukturierungskosten beim EBIT die Analystenschätzungen verfehlt. Das EBIT liege 2025 mit voraussichtlich 1,6 Milliarden Euro unter der Analystenschätzung für 2025, die nach einem von Vara Research erhobenen Konsens bei 2,2 Milliarden Euro gelegen habe, teilte der Konzern am Donnerstagabend mit. Im Vorjahr lag das EBIT ohne das Coatings-Geschäft, das mehrheitlich der US-Finanzinvestor Carlyle übernehmen wird, bei 1,8 Milliarden Euro. Das Geschäft mit Fahrzeugserienlacken, Autoreparaturlacken und Oberflächentechnik wird bei BASF rückwirkend zum 1. Januar 2025 als nicht fortgeführtes Geschäft ausgewiesen. Mit den angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen komme man schneller voran als geplant und in der Summe hätten sich die Sondereinflüsse im EBIT 2025 voraussichtlich auf minus 1,3 Milliarden Euro belaufen.

Das EBITDA vor Sonderposten liegt laut BASF 2025 mit voraussichtlich 6,6 Milliarden Euro unter der durchschnittlichen Analystenschätzung, die auf 6,7 Milliarden Euro lautete. BASF hatte im Oktober hier eine Bandbreite von 6,7 bis 7,1 Milliarden Euro in Aussicht gestellt, aber zuletzt darauf hingewiesen, dass man ein Ergebnis am unteren Ende dieser Bandbreite erwarte. Im Jahr 2024 betrug das EBITDA vor Sonderposten 7,2 Milliarden Euro (ohne nicht fortgeführtes Coatings-Geschäft). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiere insbesondere aus niedrigeren Margen und negativen Währungseffekten, so BASF weiter.

Der Umsatz 2025 erreicht laut BASF voraussichtlich 59,7 (Vorjahr: 61,4) Milliarden Euro ohne das nicht fortgeführte Coatings-Geschäft. Hier hatten die Analysten im Vara-Konsens 59,6 Milliarden Euro geschätzt. Während die Mengen 2025 leicht gestiegen seien, hätten negative Währungseffekte und leicht rückläufige Verkaufspreise die Umsatzentwicklung belastet, so BASF. Der Free Cashflow 2025 dürfte bei voraussichtlich 1,3 (0,7) Milliarden Euro liegen und damit deutlich über den durchschnittlichen Analystenschätzungen von 0,6 Milliarden Euro. BASF hatte hier eine prognostizierte Bandbreite von 0,4 bis 0,8 Milliarden Euro genannt. Im Vergleich zum Vorjahr wurde der Free Cashflow laut BASF unterstützt durch niedrigere Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit habe 2025 voraussichtlich 5,6 (6,9) Milliarden Euro betragen und als Grund für den Rückgang nannte BASF vor allem preisbedingt höhere Edelmetallhandelspositionen. Gegenläufig habe eine Dividende von Wintershall Dea gewirkt.

Beim Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen für 2025 nennt BASF einen Wert von voraussichtlich 1,6 (1,3) Milliarden Euro. Das liegt deutlich über dem Analystenkonsens von 1,2 Milliarden Euro. Grund für den Anstieg zum Vorjahr ist laut BASF im Wesentlichen die höheren Ergebnisbeiträgen der at-equity konsolidierten Beteiligung an Wintershall Dea.

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January 22, 2026 13:54 ET (18:54 GMT)

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