MÄRKTE USA/Wall Street mit deutlicher Erholung

15.01.2026 / 15:47 Uhr

DOW JONES--Nach den Abschlägen des Vortages erholt sich die Wall Street am Donnerstag - vor allem die zuletzt unter Druck geratene Nasdaq. Gestützt wird die Stimmung von starken Wirtschaftsdaten und nachlassenden geopolitischen Spannungen sowie in der Folge deutlich sinkenden Erdölpreisen. Im frühen Handel steigt der Dow-Jones-Index um 0,4 Prozent auf 49.335 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite ziehen um 0,6 bzw. 0,7 Prozent an.

Die Wahrscheinlichkeit eines US-Militärschlages gegen das Mullah-Regime im Iran scheint nachgelassen zu haben. Laut US-Präsident Donald Trump hat "das Töten im Iran aufgehört." Er hoffe, dass dies der Wahrheit entspreche. Den seit Ende Dezember laufenden Protesten begegnet der Sicherheitsapparat des Irans mit äußerst brutaler Gewalt und tausende Demonstranten sollen getötet worden sein. Trump hatte deshalb eine militärische Intervention im Iran nicht ausgeschlossen.

Der Technologiesektor und damit auch die technologielastige Nasdaq werden durch Rekordumsätze der Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) im vierten Quartal gestützt. Die Geschäftszahlen stellten "einen sehr positiven Ausblick für die Branche" dar, urteilt ING-Analyst Marc Hesselink. Die Titel von Nvidia, deren Chips von TSMC gefertigt werden, gewinnen 2 Prozent - Broadcom und AMD klettern um 1,3 bzw. 3,8 Prozent. Die Aktien der Zulieferer von TSMC, Applied Materials und Lam Research, ziehen um 8,8 und 7,5 Prozent an.

US-Konjunktur brummt

Die veröffentlichten Konjunkturdaten sprechen indes eine klare Sprache: Sowohl der Philadelphia-Fed-Index als auch der Empire State Manufacturing Index sind im Januar deutlich besser als veranschlagt ausgefallen - allerdings sanken bei beiden Indizes die Beschäftigungskomponenten. Dies dürfte aber durch besser als gedacht ausgefallene wöchentliche Arbeitsmarktdaten kompensiert werden. Mit den Daten drehen die Renditen am Rentenmarkt ins Plus - die Zehnjahresrendite steigt um 1 Basispunkt auf 4,15 Prozent - im Handel ist von entweichender Zinssenkungsfantasie die Rede.

Daher legt der Dollar deutlich zu - der Dollarindex steigt um 0,2 Prozent, nachdem der Greenback zum Währungskorb vor den Daten noch im Minus gehandelt worden ist. Fallende Zinssenkungserwartungen drücken den Goldpreis - die Feinunze verbilligt sich um 0,4 Prozent. Die nachlassende Furcht vor einer US-Intervention im Iran drückt die Erdölpreise über 4 Prozent gen Süden.

Am Aktienmarkt steht erneut der Finanzsektor im Fokus: Morgan Stanley hat im vierten Quartal von einem starken Investmentbanking und höheren Einnahmen der Vermögensverwaltung profitiert. Die US-Bank steigerte den Gewinn deutlich und übertraf die Markterwartungen - der Kurs legt um 3,7 Prozent zu.

Goldman Sachs rücken um 2,1 Prozent vor. Das Finanzinstitut hat im vierten Quartal den Gewinn kräftig verbessert - wenngleich auch mit Unterstützung von positiven Einmalposten. Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock (+4,8%) hat in der vierten Periode auf bereinigter Basis die Markterwartungen geschlagen - die verwalteten Vermögen kletterten um 22 Prozent. Im Ölsektor geben Chevron 1 Prozent und Exxon Mobil um 0,8 Prozent nach - belastet von fallenden Rohölpreisen.

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INDEX                     zuletzt        +/- %    absolut      +/- % YTD 
DJIA                    49.335,10        +0,4%     185,47          +2,3% 
S&P-500                  6.965,08        +0,6%      38,48          +1,2% 
NASDAQ Comp             23.646,11        +0,7%     174,37          +1,0% 
NASDAQ 100              25.713,50        +1,0%     247,56          +0,9% 
 
DEVISEN                   zuletzt        +/- %       0:00  Di, 20:40 Uhr   % YTD 
EUR/USD                    1,1605        -0,3%     1,1645         1,1648   -0,9% 
EUR/JPY                    184,22        -0,1%     184,34         185,36   +0,2% 
EUR/CHF                    0,9314        -0,0%     0,9316         0,9328   +0,1% 
EUR/GBP                    0,8675        +0,1%     0,8664         0,8672   -0,6% 
USD/JPY                    158,74        +0,3%     158,29         159,13   +1,1% 
GBP/USD                    1,3378        -0,4%     1,3438         1,3432   -0,2% 
USD/CNY                    7,0026        -0,1%     7,0089         7,0094   -0,2% 
USD/CNH                    6,9660        -0,1%     6,9708         6,9747   -0,1% 
AUS/USD                    0,6683        +0,0%     0,6682         0,6681   +0,2% 
Bitcoin/USD             96.420,85        -0,5%  96.936,65      94.004,60  +10,1% 
 
ROHÖL                     zuletzt  VT-Settlem.      +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                   59,41        62,02      -4,2%          -2,61   +8,4% 
Brent/ICE                   63,78        66,52      -4,1%          -2,74   +9,6% 
 
METALLE                   zuletzt       Vortag      +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold                     4.608,04     4.626,45      -0,4%         -18,41   +7,1% 
Silber                      89,71        93,20      -3,8%          -3,50  +30,7% 
Platin                   2.048,43     2.054,73      -0,3%          -6,30  +17,2% 
Kupfer                       5,96         6,06      -1,6%          -0,10   +5,6% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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January 15, 2026 09:46 ET (14:46 GMT)

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