MÄRKTE ASIEN/Nikkei-Rally gerät ins Stocken - Rohstoffe unter Druck

15.01.2026 / 08:44 Uhr

DOW JONES--Nach den jüngsten Rekordhochs ist es mit den Kursen an der Börse in Tokio am Donnerstag leicht nach unten gegangen. Der Nikkei-225 fiel mit Gewinnmitnahmen um 0,4 Prozent auf 54.111 Punkte zurück. Die anstehende Parlamentswahl in Japan dürfte nicht zu einer deutlichen Lockerung der Fiskalpolitik führen, so Marcel Thieliant von Capital Economics. Das Kabinett von Premierministerin Sanae Takaichi sei das beliebteste seit den frühen Tagen von Shinzo Abe. Thieliant erwartet, dass die Regierungskoalition ihre Mehrheit "mit ziemlicher Sicherheit" ausbauen werde. Er bezweifelt jedoch, dass ein stärkeres Mandat eine lockerere Fiskalpolitik unweigerlich zur Folge haben wird. Der im vergangenen Jahr verabschiedete große Nachtragshaushalt, der den Aufschlag auf die Benzinsteuer senkt und die Strompreise reduziert, habe die Argumente für eine weitere fiskalische Expansion geschwächt.

Technologiewerte führten die Verluste in Tokio an. Die Aktien der Softbank Group gaben um 4,9 Prozent nach. Am Devisenmarkt schwächte sich der Dollar zum Yen ab. Die Anleger beobachten aufmerksam die Einzelheiten der Wahlpläne und jegliche Äußerungen von Regierungsvertretern zur jüngsten Schwäche des Yen, hieß es.

Nachbörslich veröffentlichte starke Zahlen und ein starker Ausblick von TSMC könnten indes die Stimmung für Technologieaktien am Freitag stützen. Für das neue Geschäftsjahr rechnet der Halbleiterkonzern mit einer deutlichen Beschleunigung des Umsatzwachstums auf rund 30 Prozent. Das liegt mindestens am oberen Rand der Erwartungen, die sich zuletzt auf eine Beschleunigung Richtung 25 bis 30 Prozent eingependelt haben.

Die koreanische Zentralbank hat derweil wie erwartet die Leitzinsen bei 2,50 Prozent bestätigt. Angesichts der Schwäche des Won hätte eine Lockerung der Geldpolitik die Währung zusätzlich unter Abgabedruck gesetzt. Der Won hat seit Jahresbeginn 2 Prozent an Wert verloren, unter anderem aufgrund von starken Liquiditätszuflüssen an den US-Aktienmarkt durch koreanische Privatanleger. In Seoul ging es mit dem Kospi um 1,6 Prozent nach oben - der zehnte Handelstag in Folge mit Gewinnen. Wie die Societe Generale anmerkte, sind fast ausschließlich institutionelle Anleger für die Rally am koreanischem Aktienmarkt verantwortlich.

Die Preise für Rohstoffe und Öl standen im asiatischen Handel unter Abgabedruck. Auch Gold und Silber fielen, Silber um mehr als 3 Prozent. US-Präsident Donald Trump scheint von einer Militäraktion im Iran abzurücken. Trump habe am Mittwoch gesagt, der Iran habe aufgehört, regierungsfeindliche Demonstranten zu töten, und werde diejenigen nicht hinrichten, denen vorgeworfen werde, versucht zu haben, die Regierung zu stürzen, hieß es. Allerdings gibt es auch Medienberichte, laut denen ein US-Angriff auf den Iran in den kommenden Stunden erfolgen könnte. Die Börse in Sydney zeigte sich von den niedrigeren Rohstoffpreisen nicht belastet - hier ging es 0,5 Prozent nach oben.

Keine kurzfristige Entspannung ist im Konflikt zwischen den USA und Dänemark um Grönland auszumachen. Spitzenbeamte aus Dänemark und Grönland haben nach einem Besuch im Weißen Haus erklärt, dass sie Präsident Trump nicht davon überzeugen konnten, seine Ambitionen zur Annexion Grönlands aufzugeben. Beide Parteien einigten sich auf die Schaffung einer Arbeitsgruppe. Trump bekräftigte allerdings seine Position, wonach die USA Grönland aus Sicherheitsgründen benötigten.

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INDEX                     zuletzt       +/- %      % YTD       Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.861,70       +0,5%      +0,5%      06:00 
Nikkei-225 (Tokio)      54.110,50       -0,4%      +6,4%      07:00 
Kospi (Seoul)            4.797,55       +1,6%     +13,8%      07:30 
Shanghai-Comp.           4.112,60       -0,3%      +4,3%      08:00 
Hang-Seng (Hongk.)      26.943,52       -0,2%      +4,7%      09:00 
 
DEVISEN                   zuletzt       +/- %      00:00  Mi, 09:09   % YTD 
EUR/USD                    1,1630        -0,1     1,1645     1,1646   -0,9% 
EUR/JPY                    184,44         0,1     184,34     185,31   +0,6% 
EUR/GBP                    0,8657        -0,1     0,8664     0,8665   -0,6% 
GBP/USD                    1,3434        -0,0     1,3438     1,3441   -0,3% 
USD/JPY                    158,59         0,2     158,29     159,12   +1,5% 
USD/KRW                  1.472,32         0,6   1.464,00   1.474,44   +2,3% 
USD/CNY                    7,0089         0,0     7,0089     7,0066   -0,3% 
USD/CNH                    6,9711         0,0     6,9708     6,9713   -0,0% 
USD/HKD                    7,7982         0,0     7,7972     7,7962   +0,2% 
AUD/USD                    0,6683         0,0     0,6682     0,6692   +0,2% 
NZD/USD                    0,5738        -0,1     0,5745     0,5745   -0,3% 
BTC/USD                 96.524,05        -0,4  96.936,65  95.170,45   +6,6% 
 
ROHÖL                     zuletzt  VT-Schluss      +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                   59,96       62,02      -3,3%      -2,06   +6,3% 
Brent/ICE                   64,23       66,52      -3,4%      -2,29   +7,5% 
 
METALLE                   zuletzt      Vortag      +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold                     4.609,52    4.626,45      -0,4%     -16,94   +6,2% 
Silber                      90,01      93,205      -3,4%      -3,19  +21,9% 
Platin                   2.025,53    2.054,73      -1,4%     -29,20  +13,9% 
Kupfer                       6,00        6,06      -1,0%      -0,06   +5,0% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

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January 15, 2026 02:43 ET (07:43 GMT)

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