MÄRKTE EUROPA/Kaum verändert - DAX erneut mit Rekordhoch

13.01.2026 / 10:03 Uhr

Von Thomas Leppert

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich am Dienstag im frühen Handel mit einer insgesamt wenig veränderten Tendenz. Der DAX hat zwar bei 25.428 Punkten erneut ein Rekordhoch markiert, notiert aktuell aber wenig verändert bei 25.399 Punkten. Es war bereits das sechste Allzeithoch seit Jahresbeginn. Und das trotz aller Krisen. "In Frankfurt nährt die Hausse einmal mehr die Hausse, auch weil internationale Investoren ihr Geld aus den USA abziehen und nach Alternativen suchen", so CMC. Doch es gibt auch erste Warnzeichen einer Konsolidierung. So ist die Put-Call-Ratio unter den Wert von eins gefallen. Auf der anderen Seite sind die Prämien am Terminmarkt tendenziell gestiegen, die für Absicherungen gezahlt werden müssen.

Der Euro-Stoxx-50 legt dagegen um 0,2 Prozent auf 6.031 Punkte zu und hat sich damit oberhalb der 6.000er-Marke zunächst einmal etabliert.

Mit den Zahlen von JP Morgan am Mittag wird die Berichtssaison in den USA offiziell eröffnet. Hier heißt es, diese könnten eine erste Entwicklung für den Bankensektor insgesamt liefern. Noch wichtiger für die Märkte ist allerdings die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für Dezember. Erwartet wird sowohl in der Gesamtrate als der Kernrate ein Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Nach der günstigen November-Lesung, die durch den Regierungs-Shutdown beeinflusst worden war, sind die aktuellen Daten von besonderem Interesse.

HDAX mit längster Gewinnserie seit 1997

Der HDAX, der die 110 größten und liquidesten deutschen Aktien umfasst, ist am Vortag den 13. Handelstag in Folge gestiegen. "Damit hat er seine Rekordserie aus dem Jahr 1997 eingestellt. Eine längere Gewinnserie gab es in der bis 1988 zurückgehenden Indexhistorie noch nie. Der letzte negative Handelstag war der 17. Dezember des vergangenen Jahres", heißt es bei QC Partners. Aus technischer Sicht seien DAX und HDAX mittlerweile massiv überkauft. Politische Risiken brächten die Anleger nicht aus der Ruhe. "Es wirkt, als würden nur ausschließlich positive Nachrichten gelesen, während negative Nachrichten ausgeblendet werden."

Aktienrückkauf stützt Symrise

Für die Symrise-Aktie geht es 6,8 Prozent nach oben. Die Ankündigung eines Aktienrückkaufs über 400 Millionen Euro stützt hier. Dieser sollte nach Einschätzung von JP Morgan den Gewinn je Aktie um 2 bis 3 Prozent heben. Die Analysten stufen den Rückkauf als nachvollziehbare Verwendung liquider Mittel ein angesichts einer Nettoverschuldung/EBITDA-Quote von unter 2. Mit Blick auf die ebenfalls angekündigten Wertminderungen zeigen sich JPM wenig überrascht. Eine Wertberichtigung von 145 Millionen Euro erfolgt im Zusammenhang mit dem Plan, das Geschäft mit Terpenen zu veräußern. Zudem schreibt Symrise 150 Millionen Euro auf die Beteiligung an der Swedencare AB ab.

Um 5,0 Prozent nach oben geht es für Zalando. Hintergrund dürfte die Erwartung guter Viertquartalszahlen sein. JP Morgan erwartet solide Ergebnisse. Die Analysten rechnen mit einem EBIT von 261 Millionen Euro, was ein EBIT für das Gesamtjahr von 589 Millionen Euro zur Folge hätte. Dies liege 2 Prozent über der Konsensschätzung. Daneben hat JP Morgan die EBIT-Schätzung für 2026 um 5 Prozent auf 675 Millionen Euro erhöht.

Der Sektor der europäischen Bauwerte stellt mit minus 2,1 Prozent den größten Verlierer. Hier belastet Sika (-6,3%) die Stimmung. Mit Blick auf die Zahlen zum vierten Quartal heißt es von Jefferies, dass Belastungen durch den Regierungsstillstand in den USA zu einem Ergebnis geführt hätten, das schwächer als erwartet ausgefallen sei und eine Senkung der Margenprognose für das Gesamtjahr 2025 nach sich gezogen habe. Während ein wenig inspirierender Umsatzbericht kaum überraschen sollte, könnte die Neubewertung der Marge für 2025 das Erreichen der mittelfristigen Zielvorgaben erschweren.

Orsted legen um 5.2 Prozent zu. Die Dänen dürfen die Arbeiten an ihrem US-Projekt Revolution Wind vorerst fortsetzen, obwohl die Trump-Regierung versucht hat, das Vorhaben an der US-Ostküste zu stoppen. Ein US-Bundesrichter gab am Montag dem Antrag des Unternehmens auf eine einstweilige Verfügung gegen den von der Trump-Regierung verhängten Baustopp für das 5-Milliarden-US-Dollar-Projekt statt. In einer jüngeren Studie warnt die Citigroup allerdings vor weiteren Regierungsinterventionen und der Gefahr, dass die Projektkosten aus dem Ruder laufen könnten.

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INDEX                     zuletzt        +/- %    absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50            6.030,76        +0,2%      14,46      +3,6% 
Stoxx-50                 5.110,24        +0,2%      10,86      +3,4% 
DAX                     25.398,50        -0,0%      -6,84      +3,1% 
MDAX                    32.240,90        -0,2%     -79,60      +5,1% 
TecDAX                   3.842,30        +0,1%       4,80      +5,5% 
SDAX                    18.193,79        +0,0%       3,02      +5,5% 
CAC                      8.338,15        -0,2%     -20,61      +2,6% 
SMI                     13.391,36        -0,3%     -35,62      +1,2% 
ATX                      5.434,18        -0,1%      -6,16      +1,4% 
 
DEVISEN                   zuletzt        +/- %       0:00  Mo, 17:05   % YTD 
EUR/USD                    1,1664        -0,0%     1,1669     1,1677   -1,0% 
EUR/JPY                    185,44        +0,5%     184,48     184,49   -0,2% 
EUR/CHF                    0,9307        +0,0%     0,9302     0,9301   +0,1% 
EUR/GBP                    0,8659        -0,1%     0,8667     0,8668   -0,5% 
USD/JPY                    158,99        +0,6%     158,10     158,00   +0,8% 
GBP/USD                    1,3470        +0,1%     1,3463     1,3472   -0,5% 
USD/CNY                    7,0102        +0,0%     7,0068     7,0018   -0,2% 
USD/CNH                    6,9737        +0,1%     6,9696     6,9645   -0,0% 
AUS/USD                    0,6702        -0,1%     0,6709     0,6719   +0,2% 
Bitcoin/USD             92.064,05        +1,0%  91.163,95  91.747,70   +2,2% 
 
ROHÖL                     zuletzt  VT-Settlem.      +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                   59,76        59,50      +0,4%       0,26   +3,7% 
Brent/ICE                   64,19        63,87      +0,5%       0,32   +5,1% 
 
METALLE                   zuletzt       Vortag      +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold                     4.593,80     4.596,05      -0,0%      -2,25   +4,4% 
Silber                      85,73        85,23      +0,6%       0,50  +11,7% 
Platin                   2.000,40     2.016,09      -0,8%     -15,69  +11,6% 
Kupfer                       6,03         6,03      -0,1%       0,00   +5,1% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

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January 13, 2026 04:03 ET (09:03 GMT)

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