MÄRKTE ASIEN/Aufwärts - Tokio in Erholungsbewegung Tagessieger
09.01.2026 / 08:38 Uhr
Von Steffen Gosenheimer
DOW JONES--Angeführt von der Börse in Tokio ist es am Freitag an den Aktienmärkten in Ostasien nach oben gegangen. Nachdem der Nikkei-225-Index an den Vortagen unter Gewinnmitnahmen und Handelssanktionen Chinas im Zuge der Spannungen zwischen beiden Staaten wegen der Machtansprüche Chinas über Taiwan gelitten hatte, erholte er sich um 1,6 Prozent auf 51.940 Punkte. Unterstützend wirkte dabei der etwas schwächere Yen, wodurch sich japanische Exporte auf Dollarbasis verbilligen. Der Handel in Tokio wird wegen eines Feiertags am Montag erst am Dienstag wieder aufgenommen.
Ökonom Marcel Thieliant von Capital Economics bewertet das chinesische Exportverbot von auch für die Rüstung einsetzbaren Gütern als "mehr Schein als Sein". Das Verbot sei weitgehend symbolisch. Solche Güter machten rund 8 Prozent der chinesischen Exporte nach Japan aus und China dürfte nur den Verkauf an das japanische Militär einstellen, das wahrscheinlich wenig von dort beziehe. Allerdings habe China auch damit begonnen, die Exporte von Seltenen Erden nach Japan zu drosseln, wie das Wall Street Journal berichte.
In Seoul ging es für den Kospi um 0,7 Prozent nach oben, womit das Marktbarometer nur knapp unter dem am Vortag im Handelsverlauf erzielten Allzeithoch liegt. Die Aktie von Hanwha Ocean legte um 3,6 Prozent zu. Laut dem Wall Street Journal führt der Schiffbauer Gespräche über eine Erweiterung seiner Kapazitäten in den USA. Für Hanwha Systems ging es sogar um 27,5 und für Hanwha Aerospace um 11,4 Prozent nach oben. Das Industriekonglomerat Hanwha hat sein Projektportfolio im Bereich der US-Marine und Verteidigung erweitert und am Donnerstag eine neue Vereinbarung mit einem US-Unternehmen für autonome Schiffe bekannt gegeben. Dabei geht es mittelgroße unbemannte Kriegsschiffe.
LG Electronics gaben um 3,4 Prozent nach. Das Unternehmen rechnet zum ersten Mal seit neun Jahren mit einem operativen Quartalsverlust, weil sich die Nachfrage nach Fernsehern und anderen Elektronikgeräten aufgrund des verschärften Wettbewerbs nur schleppend erholt. Im vierten Quartal ist nach vorläufigen Zahlen ein Betriebsverlust von 109,40 Milliarden Won (ca. 64 Millionen Euro) angefallen, nachdem im Vorjahr noch ein operativer Gewinn von 135,40 Milliarden Won erzielt worden war.
Beim jüngsten Highflyer SK Hynix ging es mit Gewinnmitnahmen um 1,6 Prozent nach unten, Samsung Electronics tendierten nach den starken Geschäftszahlen vom Vortag behauptet.
Freundlich zeigten sich die Börsen in Hongkong und in Schanghai mit Aufschlägen bis 0,9 Prozent. Dort galt es, neue Preisdaten aus China zu bewerten. Sie fielen wie von Ökonomen erwartet aus. Der Anstieg der Verbraucherpreise um 0,8 Prozent auf Jahressicht bedeutet allerdings ein Dreijahreshoch, was tendenziell auf eine Belebung der Konjunktur hindeutet - ebenso, die Entwicklung der Erzeugerpreise.
Der Aktienmarkt in Sydney verabschiedete sich kaum verändert ins Wochenende. Dort gerieten Rio Tinto mit der Nachricht unter Druck, die Gespräche mit Glencore über eine mögliche Fusion wieder aufgenommen zu haben, aus der das weltgrößte Bergbauunternehmen hervorginge. Rio Tinto gaben um 6,2 Prozent nach, während das Papier des Wettbewerbers BHP um 0,8 Prozent zulegte. "Kohle müsste veräußert werden, um die Unterstützung der australischen Aktionäre zu gewinnen. Rio ist ein relativ einfaches Unternehmen, das sich auf Eisenerz, Kupfer, Aluminium und Lithium (in jüngerer Zeit) konzentriert. Die Hinzufügung einiger weiterer Bereiche verwässert das Bild, und es müssten erhebliche Synergien erzielt werden, um diese Verwässerung auszugleichen", lautet ein kritischer Kommentar aus dem Handel zu dem Plan.
Aristocrat Leisure verteuerten sich um 1 Prozent, gestützt von der Ankündigung, ein Aktienrückkaufprogramm aufzustocken.
INDEX zuletzt +/- % % YTD Ende S&P/ASX 200 (Sydney) 8.717,80 -0,0% -0,4% 06:00 Nikkei-225 (Tokio) 51.939,89 +1,6% +3,2% 07:00 Kospi (Seoul) 4.586,32 +0,7% +8,8% 07:30 Shanghai-Comp. 4.120,43 +0,9% +2,9% 08:00 Hang-Seng (Hongk.) 26.223,95 +0,3% +3,2% 09:00 DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Do, 08:30 % YTD EUR/USD 1,1645 -0,1 1,1659 1,1679 -0,6% EUR/JPY 183,41 0,3 182,88 182,89 -0,6% EUR/GBP 0,8679 0,0 0,8677 0,8683 -0,5% GBP/USD 1,3417 -0,2 1,3437 1,3451 -0,1% USD/JPY 157,50 0,4 156,85 156,58 -0,1% USD/KRW 1.458,94 0,5 1.451,18 1.450,62 +0,4% USD/CNY 7,0085 -0,1 7,0189 7,0149 +0,0% USD/CNH 6,9792 -0,0 6,9814 6,9820 +0,2% USD/HKD 7,7947 0,0 7,7921 7,7898 +0,0% AUD/USD 0,6684 -0,3 0,6703 0,6697 +0,8% NZD/USD 0,5734 -0,3 0,5751 0,5754 +0,3% BTC/USD 90.903,60 -0,2 91.128,35 90.137,15 +2,7% ROHÖL zuletzt VT-Schluss +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 58,42 57,76 +1,1% +0,66 -2,2% Brent/ICE 62,70 61,99 +1,1% +0,71 -1,2% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 4.471,42 4.476,70 -0,1% -5,28 +3,2% Silber 77,23 77,0015 +0,3% +0,23 +9,7% Platin 1.966,61 1.948,43 +0,9% +18,18 +12,3% Kupfer 5,85 5,80 +1,0% +0,06 +42,4% YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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January 09, 2026 02:37 ET (07:37 GMT)
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