MORNING BRIEFING - USA/Asien

08.01.2026 / 07:52 Uhr

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Samsung Electronics erwartet für das abgelaufene Quartal ein Rekordergebnis über den Markterwartungen. Getrieben wird diese Entwicklung durch einen KI-basierten Superzyklus bei Speicherchips, der die Nachfrage nach den Produkten des Konzerns massiv ankurbelt. Der weltweit größte Hersteller von Speicherchips und Smartphones profitierte im vergangenen Jahr von einem sprunghaften Anstieg der Chippreise im Zuge der zunehmenden Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI). Nachdem Samsung den Großteil der Gewinne eine Zeit lang mit dem Smartphone-Geschäft erzielte, hat sich das Halbleitersegment wieder zur wichtigsten Ertragsquelle entwickelt und steuerte zuletzt mehr als die Hälfte des Ergebnisses bei. Auf Basis von am Donnerstag veröffentlichten vorläufigen Zahlen sprang der Betriebsgewinn im Schlussquartal 2025 auf 20 Billionen Won, was etwa 11,8 Milliarden Euro entspricht. Das operative Ergebnis wäre damit mehr als dreimal so hoch wie im Vorjahreszeitraum und überträfe den Konsens von 17,679 Billionen Won deutlich. Auch würde damit der bisherige Rekord von 17,57 Billionen Won aus dem dritten Quartal 2018 gebrochen. Der Quartalsumsatz dürfte nach Angaben von Samsung um 23 Prozent auf 93 Billionen Won gestiegen sein. Im Gesamtjahr 2025 verzeichnete das Unternehmen voraussichtlich ein Umsatzplus von 11 Prozent auf 332,77 Billionen Won, während der Betriebsgewinn um 33 Prozent auf 43,53 Billionen Won kletterte.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US 
    14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
          PROGNOSE: 210.000 
          zuvor:    199.000 
 
          Handelsbilanz Oktober 
          PROGNOSE: -58,4 Mrd USD 
          zuvor:    -52,8 Mrd USD 
 
          Produktivität ex Agrar (1. Veröffentlichung) 3Q 
          annualisiert 
          PROGNOSE:   +4,9% gg Vq 
          2. Quartal: +3,3% gg Vq 
          Lohnstückkosten 
          PROGNOSE:   -0,4% gg Vq 
          2. Quartal: +1,0% gg Vq 
 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

                            zuletzt  +/- % 
E-Mini-Future S&P-500      6.796,54  +0,3% 
E-Mini-Future Nasdaq-100  25.699,50  -0,5% 
S&P/ASX 200 (Sydney)       8.720,80  +0,3% 
Nikkei-225 (Tokio)        51.117,26  -1,6% 
Hang-Seng (Hongk.)        26.020,64  -1,7% 
Shanghai-Comp.             4.083,02  -0,1% 
Kospi (Seoul)              4.552,37  +0,0% 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Uneinheitlich - In Tokio geht es im Zuge von Gewinnmitnahmen nach dem fulminanten Wochenstart weiter nach unten. Dazu kommt die jüngst weiter eskalierte Spannung zwischen Japan und China als Stimmungsdämpfer. Nachdem China zunächst Kontrollen von Exporten von Gütern nach Japan verhängt hat, ist inzwischen die Untersuchung bestimmter Importe aus Japan eingeleitet worden, konkret im Hinblick auf die Chemikalie Dichlorosilan, die vor allem in der Halbleiterindustrie verwendet wird. Das Marktbarometer gibt um 1,2 Prozent auf 51.334 Zähler nach. Die Halbleiteraktien Advantest, Renesas und Tokyo Electron geben um 1,5 bzw. 2,9 bzw. 3,3 Prozent nach. Das Papier des Technologieinvestors Softbank Group sackt sogar um 6,6 Prozent ab. In Hongkong sind gegen die dort ebenfalls schwächere Tendenz Halbleiteraktien gesucht, nachdem bekannt wurde, dass Peking einige inländische Unternehmen angewiesen hat, Bestellungen für die H200-KI-Chips von Nvidia auszusetzen. Die Anweisung ziele wahrscheinlich darauf ab, Hamsterkäufe vor einer formellen politischen Entscheidung zu verhindern und die Verwendung inländischer KI-Chips zu fördern. SMIC verteuern sich um 1,6 Prozent, Hua Hong Semiconductor um 2,7 Prozent. Weiter nicht zu stoppen ist der technologielastige Kospi in Korea, der von Rekord zu Rekord eilt. Für Rückenwind sorgt, dass Samsung Electronics dank der boomenden Nachfrage nach Speicherchips für KI-Anwendungen einen Rekordgewinn für das vierte Quartal prognostiziert hat. Das Indexschwergewicht verteuert sich um 0,3 Prozent, SK Hynix gewinnen 3,9 Prozent.

WALL STREET

INDEX                     zuletzt        +/- %    absolut  +/- % YTD 
DJIA                    48.996,08        -0,9%    -466,00      +2,9% 
S&P-500                  6.920,93        -0,3%     -23,89      +1,5% 
NASDAQ Comp             23.584,28        +0,2%      37,10      +1,3% 
NASDAQ 100              25.653,90        +0,1%      14,19      +1,5% 
 
Umsatzdaten 
                     Mittwoch   Dienstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,20 Mrd   1,34 Mrd 
Gewinner               997      1.787 
Verlierer            1.751        971 
Unverändert             88         77 
 

Uneinheitlich - Nach der jüngsten Rekordjagd wurden Gewinne mitgenommen. Der Fokus sei zudem auf den US-Arbeitsmarktbericht für Dezember am Freitag gerichtet gewesen, hieß es. Zur Wochenmitte veröffentlichten Daten - auch vom Arbeitsmarkt - enthielten Licht und Schatten und taugten nur wenig als Orientierungshilfe. Rüstungsaktien gerieten unter Druck, weil US-Präsident Trump gedroht hat, den Branchenunternehmen Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe zu verbieten, weil sie das Geld zur Produktionssteigerung einsetzen sollen. Lockheed Martin verloren 4,8 und Northrop Grumman 5,6 Prozent. Übernahmefantasie bewegte die Kurse im Pharmasektor. Abbvie befinde sich in fortgeschrittenen Verhandlungen über den Kauf des Biotechnologie-Unternehmens Revolution Medicines, berichtete das Wall Street Journal. Abbvie legten darauf um 4,2 und Revolution um 28,6 Prozent zu. Chevron schlossen 0,9 Prozent niedriger. Die FT hatte berichtet, dass Chevron und die Beteiligungsgesellschaft Quantum Capital ein Gebot für die internationalen Vermögenswerte der russischen Lukoil erwägen. Für wenig Bewegung bei den Kursen der beteiligten Unternehmen sorgte die Mitteilubng von Warner Bros. Discovery, das nachgebesserte Übernahmeangebot von Paramount abzulehnen, weil der bestehende Deal mit Netflix besser sei.

US-ANLEIHEN

Vor der Hintergrund neuer Daten vom Arbeitsmarktm die knapp unter den Erwartungen ausfielen, ging es mit den Marktzinsen nach unten. Die Daten hielten die Zinssenkungsfantasie am Leben, hieß es. Die Rendite zehnjähriger Anleihen sank um 4 Basispunkte auf 4,14 Prozent.

DEVISEN

                zuletzt       +/- %      00:00  Mi, 08:35   % YTD 
EUR/USD          1,1681         0,0     1,1677     1,1686   -0,5% 
EUR/JPY          182,91        -0,0     183,00     182,84   -0,6% 
EUR/GBP          0,8679         0,0     0,8676     0,8657   -0,7% 
GBP/USD          1,3460         0,0     1,3459     1,3500   +0,2% 
USD/JPY          156,58        -0,1     156,69     156,46   -0,1% 
USD/KRW        1.451,50         0,3   1.447,24   1.447,65   +0,4% 
USD/CNY          7,0137        -0,2     7,0261     7,0286   -0,0% 
USD/CNH          6,9814        -0,2     6,9921     6,9876   +0,0% 
USD/HKD          7,7890         0,0     7,7869     7,7893   +0,1% 
AUD/USD          0,6698        -0,4     0,6724     0,6740   +1,0% 
NZD/USD          0,5755        -0,3     0,5775     0,5775   +0,4% 
BTC/USD       90.176,50        -1,0  91.087,50  92.706,30   +5,2% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Der Dollar setzte die leichte Aufwärtstendenz vom Vortag fort der Euro kostete im späten US-Handel 1,1680 Dollar. Für etwas Rückenwind sorgte ein besser als erwartet ausgefallener ISM-Index für das US-Dienstleistungsgewerbe im Dezember.

++++ ROHSTOFFE +++++

ME ALLE

           zuletzt      Vortag      +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold      4.433,77    4.456,28      -0,5%     -22,51   +4,0% 
Silber       76,34       78,21      -2,4%      -1,87  +14,0% 
Platin    1.894,21    1.969,62      -3,8%     -75,41  +19,6% 
Kupfer        5,85        5,86      -0,2%      -0,01  +42,3% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Gewinnmitnahmen nahe an den Rekordhochs drückten auf die Preise von Gold und Silber, die zuletzt als sichere Häfen gesucht waren. Der Preis für die Feinunze Gold fiel um 0,7 Prozent auf 4.462 Dollar. Der Silberpreis reduzierte sich um 3,4 Prozent.

ÖL

            zuletzt  VT-Schluss      +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex     56,17       55,99      +0,3%      +0,18   -0,9% 
Brent/ICE     60,19       59,96      +0,4%      +0,23   -0,6% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Die Ölpreise kamen um rund 2 Prozent zurück, WTI auf 55,99 Dollar je Barrel, nachdem US-Präsident Trump angekündigt hatte, Venezuela werde den USA bis zu 50 Millionen Barrel sanktioniertes Öl liefern. Dieser Schritt würde das weltweit ohnehin schon herrschende Überangebot zusätzlich ausweiten, hieß es. Dass die US-Ölvorräte in der vergangenen Woche überraschend gesunken waren, stützte nicht.

+++++ MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 20.00 UHR +++++

USA/VENEZUELA

US-Präsident Trump und seine Berater planen eine weitreichende Initiative, um die Ölindustrie Venezuelas in den kommenden Jahren zu dominieren. Trump sagte Mitarbeitern, dass seine Bemühungen dazu beitragen könnten, die Ölpreise auf sein bevorzugtes Niveau von 50 Dollar pro Barrel zu senken, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Ein derzeit diskutierter Plan sehe vor, dass die USA Einfluss auf die staatliche venezolanische Ölgesellschaft Petroleos de Venezuela SA (PdVSA) nehmen, auch auf den Erwerb und die Vermarktung des Großteils der Ölproduktion des Unternehmens.

JP MORGAN/APPLE

JP Morgan Chase wird der neue Kreditkartenpartner von Apple. Die US-Bank hat die Übernahme des Kartenprogramms vom bisherigen Apple-Partner Goldman Sachs vereinbart und festigt damit ihre Position als Branchenriese im Kreditkartensektor. Das Co-Branding-Programm von Apple mit einem Volumen von rund 20 Milliarden Dollar ist eines der größten.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/flf/gos

(END) Dow Jones Newswires

January 08, 2026 01:52 ET (06:52 GMT)

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